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Gastbeitrag von Autorin und “Klopftechnik Expertin für hochsensible Menschen” Monika Richrath zum Thema: Die eigene Hochsensibilität nicht aus dem Blick verlieren

Ich freue mich sehr über den Gastbeitrag von Monika Richrath. Durch ihre eigenen physischen und psychischen Erfahrungen, die sie ziemlich an ihre Grenzen brachten, hat sie es geschafft, aus konventionellen Arbeitsstrukturen auszubrechen und ihre eigene hochsensible Veranlagung anzunehmen und zu schätzen. Sie arbeitet als Coach und Trainerin für Klopfakupressur, vorrangig mit hochsensiblen Menschen.

Die eigene Hochsensibilität nicht aus dem Blick verlieren
Es erstaunt mich immer wieder, wie viele Menschen die eigene Hochsensibilität erst über die eigenen Kinder entdecken – aber ich freue mich über jedeN! Dabei ist die Erkenntnis nur der erste Schritt auf dem Weg in ein sinnvolles, erfülltes Leben. Ohne den zweiten Schritt, die Akzeptanz der eigenen Veranlagung (was durchaus auch schon mal ein paar Jahre in Anspruch nehmen kann) geht nichts (auch wenn das Wissen darum schon sehr viel Erleichterung bringen kann). Aber auch diese ist letztendlich nichts ohne den 3. Schritt, die Bereitschaft zur Umsetzung der Umgestaltung des eigenen Lebens. Davon sind häufig mehrere Menschen betroffen.
Wenn Sie Kinder haben, ist die Wahrscheinlichkeit, dass eines oder mehrere davon ebenfalls hochsensibel sind, ziemlich groß. Dies bedeutet, in Ihrem System „Familie“ gibt es mehr als einen Menschen, der sehr reiz- und stressempfindlich ist – was sich auf das ganze System auswirkt, jeden Tag und immer wieder.
Auf diesem Blog geht es zwar hauptsächlich um Kinder, aber ich möchte gerne Ihr Augenmerk auf die Tatsache lenken, dass es zu kurz gedacht ist, wenn Sie sich nur Gedanken darüber machen, wie Sie Ihr Kind am besten unterstützen können in seiner Hochsensibilität, wenn Sie sich gleichzeitig selbst dabei vernachlässigen. Kinder lernen ja durch Nachahmung und Beobachtung und kaum etwas kann Ihr Kind so stärken, wie wenn es erlebt, wie Sie mit Dingen umgehen.
Die eigene grundsätzliche Reiz- und Stressempfindlichkeit kann man natürlich nicht verändern, aber man kann einen sehr großen Einfluss nehmen auf das Stresserleben. Auslösende Stressoren lassen sich durchaus beeinflussen. Die Klopfakupressur ist hier ein wirklich probates Mittel, Glaubenssätze und Verhaltensmuster aufzulösen, die Stress erzeugen. Häufig ist es ja so, dass hochsensible Menschen aufgrund der schnellen Überforderung ein chronisch erhöhtes Stresslevel haben und sich das Gefühl einstellt „Ich komme überhaupt nicht mehr runter“. Es erscheint ziemlich logisch, dass in dieser Situation eher mit der hochsensiblen Veranlagung gehadert wird, da man sich einfach nur als ohnmächtig erlebt. Mit der Klopfakupressur können Sie dieser Ohnmacht aber etwas entgegensetzen, eine Form von Selbstermächtigung erleben, wie einfach es im Grunde genommen ist, sich selbst zu helfen. Und alles, was man dazu benötigt, sind die eigenen Hände!
Vielleicht fragen Sie sich, was Klopfakupressur eigentlich ist? Sie können sich diese Methode vorstellen wie eine Art Akupunktur, nur werden dazu keine Nadeln verwendet, sondern es werden bestimmte Punkte auf dem Körper mit den Fingern geklopft und dazu wird eine Belastung oder ein Problem formuliert. Zum Beispiel „Auch wenn ich nicht weiß, wie ich mit meiner Tochter über das Thema XY sprechen soll, liebe und akzeptiere ich mich voll und ganz.“ Beim Klopfen werden Akupunkturpunkte benutzt, die besonders eng verknüpft sind mit dem limbischen System im Gehirn, da wo unsere Erlebnisverarbeitung stattfindet. Gleichzeitig werden im Körper bestimmte Informationsbotenstoffe ausgeschüttet (z. B. Serotonin), die dafür sorgen, dass unser Herzschlag sich beruhigt, das Immunsystem reguliert wird, Angstgefühle sich verringern usw. Man fühlt sich sofort besser.
Die Klopfakupressur ist wirklich für Groß und Klein geeignet. Eine Teilnehmerin eines Seminars gab mir die folgende Rückmeldung:
„Inzwischen klopfe ich jeden Tag und wenn ich es mal vergesse ist das gaaaaaaar nicht gut, denn dann ist alles aus dem Gleichgewicht! Es ist ganz erstaunlich, wie diese Technik mein Wohlbefinden, Laune, und meine Selbstachtung und -akzeptanz und -schutz fördert!
Für mich scheint es am besten zu sein, wenn ich mittags in meinem Mittagstief klopfe, das ist fast so wie ein Mittagschlaf! Und dann muss ich am besten 4 Durchgänge machen, jeweils 2x auf beiden Seiten. Dann fühl ich mich ganz bei mir. Und das Tolle ist ja, dass ich es mit der Klopfakupressur selbst in der Hand habe, wie es mir geht – ganz ohne den Stress, irgendwo hin zu müssen, um dort Sport zum Ausgleichzwischen vielen Leuten oder sonstwas zu machen! Ich sitz einfach auf dem Sofa und klopfe 10 Minuten an mir herum und dann ist alles gut.
Nachdem ich es einige Wochen erstmal bei mir getestet hatte, habe ich jetzt auch angefangen, bei den Kindern zu klopfen und was da passiert ist noch viel erstaunlicher als bei mir selbst! Innerhalb von Sekunden schlafen die dabei manchmal ein! Bei der Großen ist das meistens schon beim 4. Klopf-Punkt – unter der Nase – und die Kleine hält krampfhaft die Augen offen, bis sie bei dann bei der 2. Runde einfach wegleiern und zuklappen… Sie akzeptieren es natürlich nicht immer, weil sie gleich raushatten, dass man davon soooo entspannt und sooooooo müde wird… Aber beide Kinder haben gemerkt, dass es ihnen dann besser geht. Es scheint auch so zu sein, dass Kinder das nicht jeden Tag brauchen – im Gegensatz zu mir (hat sich noch nicht so viel Seelenmüll angesammelt und Sorgen usw.)“

Grundsätzlich würde ich Ihnen aber eher dazu raten, die Klopfakupressur für sich anzuwenden und sie ihren Kindern beizubringen. Damit diese nicht das Gefühl haben, es wird etwas mit ihnen gemacht, sondern ebenfalls erleben können: „Hey, da gibt es etwas, das macht, das ich mich besser fühle!“ Es gibt ein ganz wunderbares Buch von Anna Haker „Paul und Flora – die geheimen Kräfte“, was Sie vielleicht als allabendliches Vorlesebuch etablieren können, dort lernen schon ganz kleine Kinder das wichtigste über die Klopftechnik und auch wie sie angewendet wird.
Etwas ältere Kinder können ruhig wie Erwachsene klopfen aber mit abgewandelten Sätzen. In meiner Praxis verwende ich häufig den Satz „Auch wenn ich Problem XY habe. bin ich cool.“ Das kommt in der Regel sehr gut an.
Was ebenfalls bei Groß und Klein sehr nützlich ist, ist das Klopfen der Notfallpunkte. Wie man das macht, zeigt dieser Clip:

Vielleicht sind Sie ja jetzt neugierig geworden und möchten mehr über die Klopfakupressur erfahren? Vom 20. bis 21. Mai bin ich mit meinem Seminar „Besser umgehen mit Hochsensibilität“ in Wien. Dabei können Sie die Klopfakupressur nicht nur von der Pike auf lernen, sondern sich mit dem Erleben der eigenen Hochsensibilität konstruktiv auseinandersetzen und sich mit anderen austauschen. Und vor allen Dingen erfahren, wie Sie die Klopfakupressur in ihrer speziellen persönlichen Situation anwenden können. Für Informationen und Anmeldung stehe ich Ihnen unter 0049 228 71 01 27 57 zur Verfügung. Dabei geht es dann aber wirklich nur um Sie – und nicht Ihre Kinder 😉

Vielleicht lernen wir uns ja kennen. Ich würde mich freuen!
Herzlichst, Ihre
Monika Richrath

Monika Richrath, Autorin des Buches „EFT Klopftechnik für Hochsensible“, arbeitet seit 2011 als Coach und Trainerin für Klopfakupressur mit hochsensiblen Menschen
Webseite EFT für hochsensible Menschen

“Aber ich kann es doch spüren” – Warum ich dieses Buch geschrieben habe.

Aber ich kann es doch spüren – Hochsensibilität als Potential nutzen. Mit Schwerpunkt Schule.

Warum ich dieses Buch geschrieben habe und was mir als hochsensible Frau, Mama eines hochsensiblen Sohnes (und einer sensiblen TochterJ, ehemalige Lehrerin und Scannerpersönlichkeit (mit Hang zum High Sensation Seeking) wichtig ist:

Ganz kurz – für alle, die (noch) nicht wissen, was sie mit den Begriffen Scanner und High Sensation Seeker anfangen sollen…

Scanner: sind Menschen, die ständig auf der Suche nach neuem Input sind, vielseitig interessiert sind, sich nicht gern festlegen, schwer fokussieren können und vielbegabt sind

(siehe auch: http://www.hochsensibilitaet.at/hochsensible-scanner-ich-bin-viele/)

High Sensation Seeker: sind Menschen, die die Balance zwischen höchster Anregung (=high sensation) und absolutem Rückzug brauchen. Nur 1 Seite auszuleben, macht sie auf Dauer krank.

 

Kennst Du das?

 

So, warum jetzt dieses Buch:

Jahrzehntelang war ich auf der Suche nach mir selbst. Ich konnte so Vieles, was da um mich herum passierte, wahrnehmen aber nicht einordnen. Ich war öfters unglücklich, fühlte mich schwer und traurig. Und ich habe mich sehr oft verstellt – um so zu sein wie die anderen – ohne zu wissen wer ICH bin.

Viel suchen, viel hinterfragen, viele Erfahrungen, viele Gespräche und viele Tränen, aber auch viele schöne Erlebnisse später, bin ich mir Schritt für Schritt näher gekommen.

Ich habe gelernt (und lerne immer noch) meine Bedürfnisse zu akzeptieren und zu leben.

Ich lerne meinen hochsensiblen Sohn als eigenständige Persönlichkeit (auch wenn er mir noch so ähnlich ist) da sein zu lassen und mich gesund abzugrenzen.

Ich lerne mein hochsensibles Mama Sein so zu nutzen, dass ich meinen Kindern Halt und Sicherheit geben kann.

Und ich habe gelernt – und lerne immer noch – beruflich mit meinen Herzensthemen zu arbeiten.

Ein langer, unsteter Weg – aber ich weiß, dass er zum Ziel führt :-).

Mit meinem Buch möchte ich dazu beitragen, Bewusstsein zu schaffen für Bedürfnisse hochsensibler Menschen, vor allem Kinder, in einer Gesellschaft, die diesbezüglich noch wenig Bewusstsein hat.

Je mehr wir hochsensiblen Menschen unser Potential leben und in die Welt einbringen können, umso mehr helfen wir mit, eben dieses Bewusstsein hervorzubringen.

Literatur über das Thema Hochsensibilität gibt es mittlerweile zahlreich.

Ich wollte mich als ehemalige Lehrerin und Mama eines hochsensiblen Sohnes vor allem dem Thema Kinder und Schulalltag annehmen.

Schule als Organisationsform mit starren und zumeist alten Strukturen ist für die meisten unumgänglich.

Ich bin überzeugt davon, dass sich auch das Schulsystem (so wie alle anderen starren und leidvollen Strukturen in Zukunft verändern (müssen).

Hochsensible Kinder können hier richtungsweisend sein, indem sie aufzeigen, was unbedingt beachtet werden muss und welche Bedürfnisse unsere Gesellschaft (wieder) ernst nehmen muss.

Jetzt aber leben wir noch in einem Alltag, der bestimmt ist von Stress – zu viel, zu laut, zu intensiv, zu schnell, zu unpersönlich und vor allem zu verstandesorientiert.

Mit meinem Buch möchte ich dazu beitragen, noch ein bisschen mehr in das Thema Hochsensibilität einzutauchen, und noch ein bisschen genauer wahrzunehmen, welche komplexen Aspekte hier Beachtung brauchen. Ich zeige einfache Möglichkeiten auf, sich selbst und sein hochsensibles Kind zu unterstützen auf einem Weg, der wichtig ist, um unsere Zukunft zu gestalten.

 

 

Gastartikel von Autorin Birgit Böhm: Vom “Ruf des Abenteuers” und dem Weg zu einem einzigartigen Schatz

Als Biologin und Pädagogin sieht Birgit Böhm eine wichtige Aufgabe darin, Kindern und Jugendlichen zu vermitteln, dass die Natur einen Schatz darstellt, den wir Menschen gut behüten sollten. Spät hat sie ihre eigene Hochsensitivität und synästhetische Wahrnehmungsweise entdeckt (mehr Information dazu im Beitrag). Seitdem liegt es ihr als Autorin am Herzen, anderen Menschen diese Phänomene durch Erzählungen nahezubringen. Auch die fabelhaften Hauptcharaktere ihrer Bücher tragen hochsensible Wesenszüge.

Die Erzählungen von Alba eignen sich
  • zum Selberlesen ab circa 10 Jahren,
  • zum Vorlesen auch für jüngere Schulkinder
  • für Erwachsene, die sich als “feinsinnig” einschätzen und die einen Blick zurück in die jungen Jahre hs Persönlichkeiten werfen möchten
  • als Familienlektüre in hochsensiblen Familien

Lass Dich verzaubern 🙂

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Die Raunächte mit ihrem ganz eigenen Zauber sind vorbei. Wie jedes Jahr seit Jugendzeiten haben sie ihre Wirkung auf meine Gefühle und Gedanken entfaltet: Mit Spannung und Vorfreude fühle ich mich nun bereit, mein wichtigstes Projekt für 2017 beherzt umzusetzen.

Meine Naturverbundenheit verdanke ich wohl meiner Kindheit in den 50er und 60er Jahren in Norddeutschland. Eingebunden in solide familiäre Strukturen, mit einer fürsorglichen Großmama, die mit mir im Sommer geduldig Blumen am Deich pflückte und im Herbst bunte Blätter sammelte, durfte ich weit gehend im eigenen Tempo groß werden. Die Nähe zur Nordsee mit ihren gefährlichen Sturmfluten lehrte mich früh den Respekt vor den Naturgewalten.

Waldrebe

Die Gemeine Waldrebe: Sie sollte später als „Zauberpflanze“ in meine Fantasy- Welt eingehen.

Dachs

Der Europäische Dachs: Er wurde zur Figur des „Fulgur“ in meiner Fantasy- Welt.

 

Diese enge Beziehung zur Natur beeinflusste auch meine Berufswahl.

Ich wurde Realschullehrerin mit Schwerpunkt Biologie, ging aber daneben künstlerischen Neigungen mit Kunst und Textilem Werken nach sowie meiner Liebe zu Büchern und Filmen. Nach Zeiten von Familienarbeit mit zwei Kindern, beruflicher Selbstständigkeit und als Sachbuchautorin erwarb ich an der Uni Kiel das Diplom in Schulpädagogik.
Mit frisch erworbenem Wissen in Psychologie, Soziologie, Pädagogik und beeindruckt von Wilhelm von Humboldts Bildungstheorie unterrichtete ich voller Elan: Biologie und Deutsch, Textillehre und Kunst.

Im Deutschunterricht meiner 6. Klasse wurde im Jahre 2006 die Idee geboren, eine Fantasy-Reihe für Kinder zu schreiben. Eine Schülerin hatte Cornelia FUNKEs „Tintenherz“ vorgestellt und ein Schüler schwärmte von Schullektüre „mit Einhörnern und so“. Als Pädagogin mit Liebe zur Biologie und Faible für TOLKIEN widmete ich fortan Ferienzeiten diesem Projekt: Eine spannende Heldenreise sollte jungen Lesern Möglichkeit zur Identifikation bieten und „nebenbei“ Wissen aus Botanik, Zoologie, griechischer Mythologie vermitteln. Die Helden: das norddeutsche Mädchen „Alba“ (12 Jahre) und der italienische Junge „Tonio“ (13 Jahre).

Alba

„Alba Brunnstein“

Schwebende Sterne

„Schwebende Sterne“

 

Einhorn_Morgenröte

„Morgenröte“

Wenn ich, oft in der Stille der Nacht, am Laptop saß und einzeln Szenarien erdachte, dann war ich immer voll im Bild, im Film, mitten im Geschehen. Ich spürte die Atmosphäre, fühlte mit meinen Figuren, sah Landschaft, Tiere, Pflanzen leibhaftig vor mir. Mit Hilfe eines alten Taschenbuches für Wortfelder und Synonyme suchte ich nach den treffendsten Formulierungen, damit meine Leser möglichst dasselbe sähen wie ich.

Schattenschloss

Das „Schloss der Schatten“

Für diese leidenschaftliche Beschäftigung mit Bildern und Sprache fand ich zwei Jahre später eine verblüffende Erklärung, als ich eine Fernsehsendung über „synästhetische Wahrnehmung“ sah: Ich bin vielfache Synästhetin. Fasziniert von dem Phänomen, thematisierte ich es in einer Erzählung für Jugendliche.

(Links zum Thema „Synästhesie“: siehe Anmerkungen)

Einige Jahre später machte mich eine Psychologin auf das Phänomen „Hochsensibilität/ Hochsensitivität“ aufmerksam. Ich fühlte mich sofort angesprochen, sichtete etliche Publikationen, stellte fest: Ich bin hochsensitiv.

Eine Durchsicht meines Manuskriptes zeigte: Das Element der Hochsensitivität war in Schreibstil und Inhalt meiner Erzählung eingeflossen, die Hauptfiguren „Alba“ und insbesondere „Tonio“ trugen entsprechende Persönlichkeitszüge. Eine sehr aufwühlende Entdeckung für mich, die ich zur Schöpfung meiner Figuren auch eigene Jugenderinnerungen herangezogen hatte!

So „eigen“ die Hauptfiguren, so außergewöhnlich die Reise in die wundersame Gegenwelt. Alba folgt ihrem Freund Tonio eher widerstrebend in diese Welt der „Elben“ mit unberührter Natur und geheimnisvollen Bewohnern. Dabei ahnt sie nicht, worin das eigentliche Ziel dieser Heldenreise besteht. Je tiefer die beiden in die „Welt der tausend Tore“ eintauchen, desto deutlicher wird die gegenseitige Abhängigkeit beider Welten.

Leseprobe 1:

„Wenig später standen Tonio, Alba und der Signore um das Wasserbecken herum. Ein warmer, seidiger Nachtwind wehte durch Frau Miros Garten. Der Mond stand als scharf umrissene, silberfarbene Sichel am tintenblauen Abendhimmel. Ein eigenartiges Zwielicht fiel durch das Blätterdach des alten Walnussbaumes. Ein einzelner Vogel zwitscherte in seinem Geäst.

Irgendwo huschte ein kleines Tier durchs trockene Gras. Alba spürte, dass an diesem Abend etwas Magisches von dem Becken ausging; es schien lautlos in jeden Winkel des Gartens zu strömen. Aufbruchstimmung, dachte sie, und schluckte trocken.
‚Keine Angst’, flüsterte Tonio ihr zu. ‚Horch auf das Rauschen der Blätter. Der Baum spricht zu uns: Wir sollen vertrauen.“ (aus: Alba Brunnstein – Das Geheimnis der tausend Tore. S. 103. FIORELLA. Uetersen 2013)

Leseprobe 2:

„Während Alba vergeblich nach Antworten suchte, veränderte sich das Bild des Weihers, das sie die ganze Zeit vor Augen hatte: Langsam, aber unaufhörlich und in immer schnellerer Folge leuchteten kleine, weiße Lichtpunkte auf der schwarzen Wasseroberfläche auf. Es war beinahe, als stürzten Sternschnuppen aus den dunklen Höhen des Himmels in den Weiher hinein. Zugleich näherte sich ein tiefes Rauschen …“ (aus: Alba Brunnstein – Die Befreiung der tausend Tore. S. 233. FIORELLA. Uetersen 2015)

Nun widme ich mich dem Manuskript für Band 3:
“Alba Brunnstein – Das Herz aus liebendem Gold“.

Guido

Natürlich wieder dabei: „Guido, der Mitternachtskobold“

 

Portrait_Autorin_BirgitBöhm

Birgit Böhm Autorin

Uetersen, am 11. Januar 2017

 

Anmerkungen:

Alle Abbildungen unterliegen dem Copyright des FIORELLA Verlages. Mehr im Internet unter: www.alba-brunnstein.de
Bezugsquelle: www.fiorella-verlag.de

Links zum Thema „Synästhesie“:

www.welt.de/gesundheit/psychologie/article148866017/Wie-Menschen-mit- Synaesthesie-die-Welt-wahrnehmen.html
www.eliane-reichardt.de

 

“Warum bin ich manchmal so hilflos?” – oder: Das starke Band zwischen hochsensiblen Kindern und Eltern

 

Viele von Euch kennen sicher folgende Situationen, vor allem dann, wenn Ihr selbst ein hochsensibler Elternteil seid:

  • Noch bevor Dein Kind in einer angespannten Situation zum Beispiel wütend wird, spürst Du die Wut Deines Kindes bereits am eigenen Leib. Du übernimmst sie praktisch und wirst auch selbst wütend. Das macht die Situation natürlich nur noch anstrengender für alle.
  • Du beginnst schrecklich zu leiden, wenn sich Dein Kind weh getan hat. Du spürst die Schmerzen am eigenen Körper.
  • Du gehst stark in den Widerstand, wenn Dein Kind in einer Situation ist, die Du selbst schwer aushältst – zum Beispiel das Thema Schule. Du leidest darunter, dass Dein Kind in die Schule geht.
  • Du willst Deinem Kind aus ganzem Herzen alle Themen abnehmen, unter denen du als Kind oder auch noch als Erwachsener gelitten hast oder leidest.

Das starke Band zwischen Dir und Deinem Kind ist ein wunderbares Geschenk. Es ermöglicht Dir, bestmöglich auf die Bedürfnisse Deines Kindes einzugehen. Schwierig wird es dann, wenn Du

  • dich oft gestresst und belastet fühlst.
  • das Gefühl hast, völlig hilflos den oftmals starken Gefühlen Deines Kindes gegenüberzustehen.

Folgende Aspekte können Dir dabei helfen, Dich mehr in Deine Stärke im Umgang mit Deinem hochsensiblen Kind zu bringen:

1. Der Schritt nach Außen

In belastenden und anstrengenden Situationen mit Deinem Kind kann es helfen, ganz bewusst ein paar Schritte raus aus der Situation zu machen. Entweder tatsächlich nur ein paar Schritte oder auch ganz raus aus dem Zimmer und der Umgebung. Das hilft, das starke Band ein wenig zu lockern und zu vermeiden, dass Eure Gefühle ineinander überfließen.

2. Leidensdruck hinterfragen

Wenn ich merke, dass mir eine Situation zu nahe geht und ich zu sehr leide, versuche ich mir bewusst zu machen WARUM. Oft liegt es daran, dass ich ein Problem mit der Situation einfach auch meine (negativen) Erfahrungen habe und ich das dann auf mein hochsensibles Kind übertrage. Das heißt noch lange nicht, dass mein Kind darunter genauso leidet.

3. Den eigenen Weg gehen lassen

In Situationen, in denen ich besonders gefordert bin, versuche ich mir bewusst zu machen, dass mein Kind SEINEN Weg geht, auf dem ich es “nur” begleiten kann. Ich kann ihm den Weg nicht abnehmen. Dieser Aspekt des Loslassens ist wohl einer der schwersten, aber für Eltern und Kinder sehr gesund.

4. Dein Kind als Spiegel

Diesen Punkt will ich mir oft am wenigsten anschauen, weil er doch recht schmerzlich sein kann. Ich versuche mir bei allen anstrengenden und unangenehmen Verhaltensweisen meines Kindes bewusst zu machen, dass sie ein Spiegel meiner eigenen bewussten oder unbewussten Gefühle sind. Mein Kind ist genauso stark mit mir verbunden wie ich mit ihm.

Wenn es mir gelingt, einen oder mehrere dieser Aspekte in anstrengenden Situationen zu beachten, merke ich immer sehr stark, wie sehr sich das Thema entspannt und auch etwas objektiviert.

Viel  Erfolg beim Üben :-)!

Solltest Du mehr Unterstützung wollen, freue ich mich über einen Anruf (0660/1234 376) oder ein Mail (info@hochsensibilitaet.at).

Danke auch für`s Teilen des Beitrags!

 

 

“Schluss mit JA, ABER….” – Lebst Du in Deinem eigenen Tempo?

Nein. Das hier ist kein Blogbeitrag über das Reduzieren von Stress, über Burn Out Prävention oder ein Apell fürs Meditieren. Solche sehr wertvolle Beiträge gibt es schon zuhauf.

Ich möchte Dich heute ein bisschen provozieren, Dich zum Nachdenken anregen und mit Dir meine ganz persönlichen Erfahrungen teilen, die mir geholfen haben MEIN Tempo als hochsensibler Mensch im Leben zu finden und zu akzeptieren.

Warum das auch für DICH wichtig sein kann?

Nun, wenn Du es schaffst, Dein Leben in Deinem eigenen Tempo und Deinem eigenen Rhythmus zu leben, dann

…hast Du es geschafft, Dich selbst und Deine eigenen Bedürfnisse zu spüren und wichtig zu nehmen.

…hast Du gelernt „NEIN“ zu sagen.

…kannst Du ein großes Vorbild sein (vor allem für Deine Kinder), weil Du anderen zeigst, dass sie selbst für ihre Lebenszeit verantwortlich sind und diese selbstverantwortlich gestalten können.

…leistest Du einen entscheidenden Beitrag dazu, auch unserer auf „Funktionieren“ und „Leistung“ ausgerichteten Gesellschaft ein wenig Druck rauszunehmen.

Das ist doch was, oder?

Ja, der Weg dahin ist lang und oft auch beschwerlich, aber…..er lohnt sich :)!

Lass mich Dir zunächst ein paar persönliche Fragen stellen:

  • Wie oft hast Du letzte Woche gesagt oder gefühlt, dass du im Stress bist (und damit meine ich diesen Stress, den Körper und Seele als belastend empfinden)?
  • Wie oft hast Du in letzter Zeit gesagt: „Ich würd ja gern, aber leider fehlt mir die Zeit…“?
  • Wann hast Du Dich das letzte Mal so richtig entspannt und im besten Sinne „planlos“ gefühlt – also ohne ständig Gedanken im Kopf zu haben, was als nächstes zu tun ist?
  • Wann hast Du das letzte Mal ein Bedürfnis Deines Körpers wahrgenommen und es auch erfüllt, zum Beispiel Dir ein gutes gesundes Essen gekocht, einen Spaziergang gemacht, in Ruhe ein Buch gelesen, einen Film ohne Unterbrechung angesehen….?

Keine Angst, ich sag´ Dir jetzt nicht

…dann lass doch mal den Berg schmutziges Geschirr stehen und tu es einfach

oder

…dann schraub´ mal Deine Ansprüche runter, immer alles gut und perfekt machen zu wollen

oder dergleichen.

Ich weiß wie schwer das ist. Und ich sehe auch keinen Sinn darin, etwas, das einem wichtig ist, nicht zu tun, um etwas, das einem auch wichtig ist, tun zu können.

Das bringt nichts. Und schon gar keine Entspannung.

NUR…und jetzt sei bitte ganz ehrlich zu Dir selbst:

  • Ist es DIR wichtig, dass das schmutzige Geschirr weggeräumt wird (das verstehe ich total, denn ich halte Unordnung überhaupt nicht aus :)) oder tust Du es, weil Du es so gelernt hast und es sich „so gehört“?
  • Ist es DIR wichtig, Deinen Ansprüchen gerecht zu werden, weil es einen inneren Antrieb in Deinem Leben manche Themen betreffend gibt, der es einfach nicht zulässt, Deine Ansprüche runter zu schrauben (….und das ist etwas Wunderbares, wenn Du Herzensthemen hast, für die du „brennst“…), oder ist es dieses

… „Aufrechterhalten eines Zustandes, der immer so war und einfach der Norm entspricht“?

… „beweisen Wollen, dass du „gut“ bist und alle Anforderungen und Ansprüche unter einen Hut bringen kannst, also praktisch ein Suchen nach Anerkennung von Außen?“

Gar nicht so einfach zu beantworten, oder?

Aber jetzt die wichtigste aller Fragen:

 

  • Schaffst Du es, DICH wichtig genug zu nehmen, um DEINE Zeit in DEINEM Tempo zu gestalten, achtest Du DEINE Bedürfnisse und schätzt Du Dich so wie Du bist?

 

JA? Das ist GROSSARTIG!!

NEIN? Dann hast Du vielleicht gerade eine Lebensphase mit noch eher kleineren Kindern, die sicher viel von Deiner Zeit fordern und es oftmals erschweren, das eigenen Tempo zu leben – ABER: dafür ist diese Zeit wunderschön und wenn Du auch dabei genug auf Dich und Deine Bedürfnisse achtest, bist Du sowohl für Deine Kinder ein Vorbild und zum anderen gelingt es Dir, wenn die Kinder größer werden, wieder sehr leicht, in DEINEN Rhythmus zu finden

oder

Dein NEIN ist noch ein NEIN zu Dir selbst.
Und wenn das der Fall ist, helfen Dir auch keine Stressreduktionsprogramme, keine Meditationen und auch keine noch so gut gemeinten Ratgeber.

 

UM IN DEINEM TEMPO ZU LEBEN, MUSST DU JA ZU DIR UND DEINEN BEDÜRFNISSEN SAGEN KÖNNEN – AUS GANZEM HERZEN!

 

UM IN DEINEM TEMPO ZU LEBEN, MUSST DU RAUS AUS DER „OPFERROLLE“ UND DEIN „HELFERSYNDROM“ ABLEGEN!

 

UM IN DEINEM TEMPO ZU LEBEN, MUSST DU AUFHÖREN EIN SCHLECHTES GEWISSEN ZU HABEN, WENN DU ES DIR GUT GEHEN LÄSST!

Ganz schön provokant, oder?

Vor allem weil wir es doch ALLE (vor allem in der Generation um die 40+) meistens noch so gelernt haben: „Das Leben verlangt nun mal einiges von uns“, „da müssen wir halt durch“ und „das ist eben so.“ Kennst Du diese Aussagen auch?

Ja, ich provoziere ein bisschen – ich weiß wie beschwerlich und mühsam Veränderung sein kann, ABER: Es ist mein tiefster Wunsch, dass unsere Gesellschaft aus dem selbstgemachten Stress, Leistungsdruck und Hierarchiedenken wieder zurückfindet zu selbstbestimmten Individuen, die ihr Leben selbstverantwortlich leben und in ihrem Tempo das, was sie am Besten können, also ihr ureigenes Potential, in die Welt einbringen.

Ja, ich habe schon oft gehört, dass ich (zu) idealistisch bin, aber ich weiß, dass es geht. Ich habe mich Schritt für Schritt meinem Tempo angenähert. Für mich als hochsensibler Mensch war es immer eine besondere Herausforderung, dem Stress des Lebens standzuhalten. Ich möchte Dir Mut machen.

Mut zur Ehrlichkeit und Mut zur Langsamkeit!

Ein Weg ebnet sich auch durch kleine Schritte und vielleicht möchtest Du ja mal versuchen in nächster Zeit

…bewusst wahrzunehmen, ob Du Deinen Alltag größtenteils in Deinem Tempo lebst.

…hinzuspüren, welche Bedürfnisse Dein Körper hat und ob Du sie größtenteils erfüllst.

…ehrlich hinzuschauen, wo Du „funktionierst“ und wo Du „Dein Ding“ machst (und ja, natürlich können nicht alle unsere Alltagstätigkeiten „unser Ding“ sein, aber sie gehen leichter von der Hand, wenn wir das Drumherum zu unserem eigenen Wohl für uns gestalten).

…wahrzunehmen in welchen Bereichen Deines Lebens Du etwas verändern kannst, um mehr in Deiner Mitte und damit auch in Deinem Tempo zu sein .

Und zu guter Letzt doch noch eine Anmerkung zur vielzitierten Stressreduktion:

In einer deutschen Zeitung habe ich gelesen, dass wir durchschnittlich 80 Mal am Tag auf unser Handy schauen – 80 Blicke auf unser Handy, daraus resultierende Reaktionen bzw. Handlungen unterstützen wohl die Schnelllebigkeit unserer Zeit, das eigene Tempo wahrzunehmen wird dadurch wahrlich erschwert. Also, wie wäre es, einige Wege tagsüber ohne Handy zu erledigen und statt dessen auf die inneren Klingeltöne zu hören…es geht :)!

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In meiner Praxis „MEIN TEMPO“ unterstütze ich Menschen durch Shiatsu, Körperarbeit und Beratung, wieder ihr Tempo im Einklang mit ihrem Körper zu leben.

Vor allem nach Stresserkrankungen wie Burn Out, Depressionen oder sonstigen sehr anstrengenden Lebensphasen arbeiten wir daran, Körper und Seele wieder in Einklang zu bringen und Regeneration zu ermöglichen.

Das Akzeptieren und Achten der eigenen Bedürfnisse steht im Vordergrund.