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Hochsensible Mamas – Ein Appell an Deine besondere Aufgabe im Leben Deines Kindes!

  • Bist Du Mama?
  • Oft erschöpft?
  • Fühlst Du Dich in vielen Situationen hilflos?
  • Leidest Du viel mit Deinem Kind?
  • Möchtest Du Dein Kind vor dem Leben beschützen?
  • Fällt es Dir schwer, Dein Kind in „diese“ Welt zu entlassen?

JA?

Dann gehörst Du wahrscheinlich so wie ich zu jenen hochsensiblen Müttern, die ihr Kind um jeden Preis davor bewahren wollen, die negativen Erfahrungen, die wir selbst erlebt haben, durchmachen  zu müssen.

Gut so! Und vollkommen verständlich.

Ich könnte mir vorstellen, dass Du auch eine Mama bist, die sich sehr stark in ihr Kind einfühlen kann, die seine Gefühle noch vor allen anderen „liest“, manchmal sogar noch bevor Dein Kind sich derer bewusst ist.

Ich könnte mir vorstellen, dass Du eine Mama bist, die große Schwierigkeiten damit hat, wenn Dein Kind in der Schule oder im Kindergarten Menschen und Situationen ausgesetzt ist, die Du nicht gutheißen kannst.

Ich könnte mir sogar vorstellen, dass Du Dich manchmal selbst verlierst und Deine Bedürfnisse sehr vernachlässigst, damit es Deinem Kind gut – oder sagen wir besser – geht.

Hab ich Recht? Ich kenne das alles!

Du bist wunderbar in Deiner Sensibilität!

Dein hochsensibles Kind hat bei Dir alles, was es braucht, um verstanden, in seiner Persönlichkeit akzeptiert und wahrgenommen zu werden. Alles Aspekte, die Du bei Deiner eigenen Mama womöglich (schmerzlich) vermisst hast. Es waren andere Zeiten und andere Umstände.

Also – Du bietest Deinem hochsensiblen Kind die besten Voraussetzungen, um eine selbstbewusste, starke und gleichzeitig sanfte und sensible Persönlichkeit zu entwickeln. Das ist großartig! Und wenn Du jetzt meinst, dass das ja alles schön und gut ist, aber Dich diese Großartigkeit doch jede Menge Kraft, Ressourcen und Mühen kosten, dann möchte ich Dir mit diesem Beitrag Mut machen und Dich bestärken, dass Du die beste Mama für Dein hochsensibles Kind bist,

…auch und vor allem, wenn Du Deine Bedürfnisse achtest, …auch und vor allem, wenn Du in Deiner Mitte bist,

…auch und vor allem, wenn Du vertraust, dass Dein Kind seinen eigenen Weg gehen wird,

…auch und vor allem, wenn Du Deinem Kind das Bewusstsein und die Stabilität vermittelst, die Du bei ihm sehen möchtest.

 

 

Und wenn Du Dich jetzt fragst, wie das gehen soll und wie Du es schaffen kannst, Dein hochsensibles Kind Schritt für Schritt in diese so wenig unterstützende Welt zu entlassen, dann möchte ich gerne meine Erfahrungen mit Dir teilen und Dir ein paar Impulse für Deinen Weg als hochsensible Mama mitgeben.

VERTRAUE!

Je nachdem, was wir in unserer Kindheit erfahren haben und wie viel Grundvertrauen wir mitbekommen haben, handeln wir in unserem späteren Leben auch aus diesem Vertrauen heraus.
Mamas, die wenig vertrauen in sich und das Leben als solches haben, neigen auch dazu, ihrem Kind oftmals nicht das Vertrauen entgegenzubringen, das es braucht, um eine selbstbewusste und stabile Persönlichkeit zu entwickeln.

Versuche Dein Vertrauen immer wieder zu stärken, indem Du Dich selbst herausforderst, Dein Kind Schritt für Schritt loszulassen, seine eigenen (auch leidvollen) Erfahrungen machen zu lassen.

Ich habe in diesen Situationen immer folgende Sätze im Kopf: „Ich vertraue meinem Sohn. Es ist sein Weg, den er geht. Ich kann ihm diesen Weg nicht abnehmen. Ich kann ihn beim Gehen unterstützen.“

Je mehr Du in Deiner Stabilität und im Vertrauen bist, desto stabiler und vertrauensvoller kann Dein Kind seinen Weg gehen.

KÜMMERE DICH UM DICH!

Es führt zu nichts, wenn Du Dich selbst aufgibst und verlierst, weil Du Dich über Dein Kind identifizierst. Dein Kind leidet mit Dir, anstatt ihm sein Leid und seine Erfahrungen, die es zu machen gilt, nehmen zu können.

Kümmere Dich darum, dass es DIR gut geht. Schau gut auf Dich und sorge gut für Dich. Dann wird Dein Kind lernen, das auch für sich zu schaffen.

Lass los – auch wenn der Trennungsschmerz groß ist. Gönn Dir Auszeiten, Alleinzeiten und liebevolle Aufmerksamkeiten.

SCHAU IN DEN SPIEGEL, DEN DEIN KIND DIR VORHÄLT!

Oftmals ist es doch so, dass wir uns als Mamas fragen, was mit unseren Kindern bloß los ist, wenn sie auf einmal wütend, aggressiv oder sonst wie sehr stark auf Situationen reagieren.

Achtung – Dein hochsensibles Kind ist Dein Spiegel! Alle Emotionen, die Du womöglich nicht auslebst oder die in Dir schlummern, kann Dein Kind empfangen und „für Dich“ an die Oberfläche bringen.

Auch Verhaltensweisen, die Du bei Dir ablehnst oder die bei Dir mit negativen Emotionen verbunden sind, kann Dir Dein Kind vor Augen führen, indem es Dich immer wieder herausfordert hinzuschauen.

Wir Mamas neigen dann vielleicht dazu zu sagen: „Ach, mein armes Kind, wie gerne möchte ich Dir das ersparen!“ – in Wirklichkeit wollen wir es uns nur selbst ersparen. Wir dürfen also aufmerksam hinschauen und anfangen, unser eigenes inneres Kind zu bemerken.

Dazu habe ich vor einiger Zeit einen eigenen Beitrag geschrieben.

WANDLE DEIN LEID IN DEINE STÄRKE UM!

Du bist unendlich stark. Stark in Deinem Leid, das Dich viel Kraft kostet. Nutze diese Kraft ins Positive!

Lebe Deinem Kind das Leben vor, in dem Du es gerne sehen würdest. Auch wenn die Gesellschaft da draußen nicht förderlich ist für die Bedürfnisse hochsensibler Menschen. Hilf mit, dass auch Dein Kind seine Aufgabe in diesem Chaos findet, um dazu beitragen zu können, dass sich was verändert.

LEBE DEINE GROSSARTIGKEIT!

Schütze Dein Kind wo es notwendig ist und lass es frei so oft es geht!

Aus eigener Erfahrung weiß ich gut, wie leicht es ist, all das zu schreiben oder zu lesen, und wie schwer und herausfordernd es sein kann, das umzusetzen.

Ich möchte Dich bestärken, diesen Weg Schritt für Schritt und mit immer mehr Bewusstsein die Verbindung zwischen Dir und Deinem Kind betreffend zu gehen.

Ich wünsche Dir aus ganzem Herzen die Kraft und die Stabilität, Eure Wege zu gehen. Manchmal ist es der gleiche und oftmals ein ganz anderer 🙂

Vielleicht interessiert Dich auch dieses Video zum Thema, das ich vor einiger Zeit aufgenommen habe:

Schreib doch bitte in die Kommentare, ob auch Du so ein starkes Band zwischen Dir und Deinem Kind wahrnimmst und was Eure Herausforderungen damit sind!

Danke für die Zeit, das zu lesen!

herzlich,

Karin

Hilfe Pubertät! – 5 Gedanken, die Dich beim Umgang mit Deinem hochsensiblen pubertierenden Kind unterstützen können

“Guten Morgen, mein Schatz – gut geschlafen?”
Ein grantiges Gesicht als einzige Antwort darauf. Danach sofort ein: “Wo sind meine Fußballschuhe?”
“Da, wo Du sie gestern ausgezogen hast, mein Schatz!”
“Ich hab´Hunger!”
“Was möchtest Du frühstücken, mein Schatz?”
“Weiß nicht. Mach mir was!”

Spätestens jetzt spüre ich, wie meine Gelassenheit die Geduldsprobe nicht besteht.
“Kannst Du vielleicht bitte sagen, wenn Du Etwas von mir möchtest!? Und überhaupt – ich bin nicht Deine Dienstbotin!!”

Wenn darauf eine Antwort zurückkommt, dann: ” Sei nicht immer so genervt, Mama!!”

Ich genervt?? Wohl vielmehr erschüttert, wie schnell sich doch mein lieber, süßer und freundlicher Sohn in ein ungehobeltes grantiges Monster mit riesigen Händen und Füßen verwandelt hat!
JA, ich weiß, diese Entwicklung ist “normal” und hilft (irgendwann) beim Finden der eigenen Identität.
Ich muss in dieser Zeit sehr aufpassen, meine eigene – mühsam erarbeitete – nicht zu verlieren 🙂

Gerade als hochsensible Mama mit sehr enger Bindung zu ihrem hochsensiblen Sohn (und einem Hand zur Überidentifizierung) ist es eine riesige Herausforderung, bei mir zu bleiben und mich nicht allzu sehr auf die Stimmungsschwankungen meines pubertierenden Sohnes einzulassen. Ansonsten ist das Drama vorprogrammiert, indem wir beide uns allzu sehr in den Stimmungen und Schwingungen des jeweils anderen verlieren. Eine Dynamik, die meist darin endet, dass Türen fliegen, Wort fallen, die einem hinterher leid tun oder stundenlang eisiges Schweigen die einzige Gemeinsamkeit zwischen uns bleibt.

Kennst Du das auch?

Meine mittlerweile fast 15 jährige Tochter hat einen Großteil ihrer pubertierenden Tage bereits hinter sich (hoffe ich :). JA, es war auch herausfordernd und ich habe manchmal meine Grenzen verloren. Vor allem deshalb, weil ihre Persönlichkeit so gänzlich anders als meine ist und mir das immer wieder schmerzlich bewusst wurde – heute finde ich es großartig und ich kann viel von ihr lernen 🙂
Bei meinem 13 jährigen hochsensiblen Sohn erlebe ich es ganz anders. Es nimmt mich regelrecht ein, wenn negative Energie herrscht, wenn wir aneinander anecken und uns immer wieder aufs Neue gegenseitig herausfordern und provozieren. Das passiert nahezu automatisch und es kostet viel Kraft, aus dieser Dynamik auszusteigen und sie zu durchbrechen – eine Aufgabe, die mir als Mama aber sehr bewusst und wichtig ist. Wer sonst soll es tun 🙂 ?

Folgende Gedanken helfen mir immer wieder, aus negativen Verstrickungen auszusteigen, mehr bei mir zu bleiben und meinen hochsensiblen Sohn und seine Pubertät loszulassen. Vielleicht kannst Du auch was davon mitnehmen:

1. ZEIT

Wenn ich merke, dass Wut und Unverständnis in mir hochkommen, reagiere ich nicht sofort. Ich versuche die Welle, die da überschwappt, abzufangen, indem ich langsam bis 10 zähle. Meistens ist meine Reaktion dann weit weniger emotional und abgegrenzter.

2. ATMEN

So einfach es klingt, so schwierig ist es, wenn mich negative Schwingungen und destruktive Dynamik versuchen einzulullen. Ich merke dann sofort, wie sehr sich mein gesamter Körper verspannt und meine Atmung auf ein Minimum reduziert wird. Wir hochsensible Menschen reagieren sofort über unseren Körper. Ich achte darauf, beide Fußsohlen am Boden zu spüren und bewusst in den Bauch zu atmen. Das hilft mir, die Energie nach unten zu holen, damit sie mich nicht emotional oder voreilig reagieren lässt.

3. BERÜHRUNG

Wenn ich das Gefühl habe, mein Sohn überschreitet mit seinen Worten oder Verhaltensweisen eine Grenze, atme ich ruhig und berühre ihn meist an beiden Schultern. Das holt ihn sehr oft runter. Ich bitte ihn dann, mir in die Augen zu schauen (klappt meistens) und rede mit ihm möglichst gelassen, aber sehr bestimmt und meine Grenzen absteckend.
Zum Beispiel:”Es ist in Ordnung, dass Du heute schlechte Laune hast. Ich möchte diese nicht übernehmen. Wenn Du etwas von mir möchtest oder etwas brauchst, dann rede mit mir bitte freundlich.”

4. NICHT PERSÖNLICH NEHMEN

Etwas, das für ich als hochsensible Mama besonders wichtig ist, ist der Gedanke, dass ich es nicht persönlich nehme, wenn meine Sohn zum Beispiel schlechte Laune hat oder andere Eigenschaften an den Tag legt, die mir ein negatives Gefühl vermitteln. Ich weiß, ich neige dazu, das persönlich zu nehmen und dementsprechend emotional zu reagieren.

5. LAST BUT NOT LEAST

“Mit einer Kindheit voll Liebe kann man ein Leben hindurch die kalte Welt aushalten.”

…ein Zitat von Jean Paul (ein Pädagoge aus dem 18. Jh.)

 

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Das starke Band zwischen hochsensiblen Kinder und Eltern

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“Aber ich kann es doch spüren” – Warum ich dieses Buch geschrieben habe.

Aber ich kann es doch spüren – Hochsensibilität als Potential nutzen. Mit Schwerpunkt Schule.

Warum ich dieses Buch geschrieben habe und was mir als hochsensible Frau, Mama eines hochsensiblen Sohnes (und einer sensiblen TochterJ, ehemalige Lehrerin und Scannerpersönlichkeit (mit Hang zum High Sensation Seeking) wichtig ist:

Ganz kurz – für alle, die (noch) nicht wissen, was sie mit den Begriffen Scanner und High Sensation Seeker anfangen sollen…

Scanner: sind Menschen, die ständig auf der Suche nach neuem Input sind, vielseitig interessiert sind, sich nicht gern festlegen, schwer fokussieren können und vielbegabt sind

(siehe auch: http://www.hochsensibilitaet.at/hochsensible-scanner-ich-bin-viele/)

High Sensation Seeker: sind Menschen, die die Balance zwischen höchster Anregung (=high sensation) und absolutem Rückzug brauchen. Nur 1 Seite auszuleben, macht sie auf Dauer krank.

 

Kennst Du das?

 

So, warum jetzt dieses Buch:

Jahrzehntelang war ich auf der Suche nach mir selbst. Ich konnte so Vieles, was da um mich herum passierte, wahrnehmen aber nicht einordnen. Ich war öfters unglücklich, fühlte mich schwer und traurig. Und ich habe mich sehr oft verstellt – um so zu sein wie die anderen – ohne zu wissen wer ICH bin.

Viel suchen, viel hinterfragen, viele Erfahrungen, viele Gespräche und viele Tränen, aber auch viele schöne Erlebnisse später, bin ich mir Schritt für Schritt näher gekommen.

Ich habe gelernt (und lerne immer noch) meine Bedürfnisse zu akzeptieren und zu leben.

Ich lerne meinen hochsensiblen Sohn als eigenständige Persönlichkeit (auch wenn er mir noch so ähnlich ist) da sein zu lassen und mich gesund abzugrenzen.

Ich lerne mein hochsensibles Mama Sein so zu nutzen, dass ich meinen Kindern Halt und Sicherheit geben kann.

Und ich habe gelernt – und lerne immer noch – beruflich mit meinen Herzensthemen zu arbeiten.

Ein langer, unsteter Weg – aber ich weiß, dass er zum Ziel führt :-).

Mit meinem Buch möchte ich dazu beitragen, Bewusstsein zu schaffen für Bedürfnisse hochsensibler Menschen, vor allem Kinder, in einer Gesellschaft, die diesbezüglich noch wenig Bewusstsein hat.

Je mehr wir hochsensiblen Menschen unser Potential leben und in die Welt einbringen können, umso mehr helfen wir mit, eben dieses Bewusstsein hervorzubringen.

Literatur über das Thema Hochsensibilität gibt es mittlerweile zahlreich.

Ich wollte mich als ehemalige Lehrerin und Mama eines hochsensiblen Sohnes vor allem dem Thema Kinder und Schulalltag annehmen.

Schule als Organisationsform mit starren und zumeist alten Strukturen ist für die meisten unumgänglich.

Ich bin überzeugt davon, dass sich auch das Schulsystem (so wie alle anderen starren und leidvollen Strukturen in Zukunft verändern (müssen).

Hochsensible Kinder können hier richtungsweisend sein, indem sie aufzeigen, was unbedingt beachtet werden muss und welche Bedürfnisse unsere Gesellschaft (wieder) ernst nehmen muss.

Jetzt aber leben wir noch in einem Alltag, der bestimmt ist von Stress – zu viel, zu laut, zu intensiv, zu schnell, zu unpersönlich und vor allem zu verstandesorientiert.

Mit meinem Buch möchte ich dazu beitragen, noch ein bisschen mehr in das Thema Hochsensibilität einzutauchen, und noch ein bisschen genauer wahrzunehmen, welche komplexen Aspekte hier Beachtung brauchen. Ich zeige einfache Möglichkeiten auf, sich selbst und sein hochsensibles Kind zu unterstützen auf einem Weg, der wichtig ist, um unsere Zukunft zu gestalten.