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“Aber ich kann es doch spüren” – Warum ich dieses Buch geschrieben habe.

Aber ich kann es doch spüren – Hochsensibilität als Potential nutzen. Mit Schwerpunkt Schule.

Warum ich dieses Buch geschrieben habe und was mir als hochsensible Frau, Mama eines hochsensiblen Sohnes (und einer sensiblen TochterJ, ehemalige Lehrerin und Scannerpersönlichkeit (mit Hang zum High Sensation Seeking) wichtig ist:

Ganz kurz – für alle, die (noch) nicht wissen, was sie mit den Begriffen Scanner und High Sensation Seeker anfangen sollen…

Scanner: sind Menschen, die ständig auf der Suche nach neuem Input sind, vielseitig interessiert sind, sich nicht gern festlegen, schwer fokussieren können und vielbegabt sind

(siehe auch: http://www.hochsensibilitaet.at/hochsensible-scanner-ich-bin-viele/)

High Sensation Seeker: sind Menschen, die die Balance zwischen höchster Anregung (=high sensation) und absolutem Rückzug brauchen. Nur 1 Seite auszuleben, macht sie auf Dauer krank.

 

Kennst Du das?

 

So, warum jetzt dieses Buch:

Jahrzehntelang war ich auf der Suche nach mir selbst. Ich konnte so Vieles, was da um mich herum passierte, wahrnehmen aber nicht einordnen. Ich war öfters unglücklich, fühlte mich schwer und traurig. Und ich habe mich sehr oft verstellt – um so zu sein wie die anderen – ohne zu wissen wer ICH bin.

Viel suchen, viel hinterfragen, viele Erfahrungen, viele Gespräche und viele Tränen, aber auch viele schöne Erlebnisse später, bin ich mir Schritt für Schritt näher gekommen.

Ich habe gelernt (und lerne immer noch) meine Bedürfnisse zu akzeptieren und zu leben.

Ich lerne meinen hochsensiblen Sohn als eigenständige Persönlichkeit (auch wenn er mir noch so ähnlich ist) da sein zu lassen und mich gesund abzugrenzen.

Ich lerne mein hochsensibles Mama Sein so zu nutzen, dass ich meinen Kindern Halt und Sicherheit geben kann.

Und ich habe gelernt – und lerne immer noch – beruflich mit meinen Herzensthemen zu arbeiten.

Ein langer, unsteter Weg – aber ich weiß, dass er zum Ziel führt :-).

Mit meinem Buch möchte ich dazu beitragen, Bewusstsein zu schaffen für Bedürfnisse hochsensibler Menschen, vor allem Kinder, in einer Gesellschaft, die diesbezüglich noch wenig Bewusstsein hat.

Je mehr wir hochsensiblen Menschen unser Potential leben und in die Welt einbringen können, umso mehr helfen wir mit, eben dieses Bewusstsein hervorzubringen.

Literatur über das Thema Hochsensibilität gibt es mittlerweile zahlreich.

Ich wollte mich als ehemalige Lehrerin und Mama eines hochsensiblen Sohnes vor allem dem Thema Kinder und Schulalltag annehmen.

Schule als Organisationsform mit starren und zumeist alten Strukturen ist für die meisten unumgänglich.

Ich bin überzeugt davon, dass sich auch das Schulsystem (so wie alle anderen starren und leidvollen Strukturen in Zukunft verändern (müssen).

Hochsensible Kinder können hier richtungsweisend sein, indem sie aufzeigen, was unbedingt beachtet werden muss und welche Bedürfnisse unsere Gesellschaft (wieder) ernst nehmen muss.

Jetzt aber leben wir noch in einem Alltag, der bestimmt ist von Stress – zu viel, zu laut, zu intensiv, zu schnell, zu unpersönlich und vor allem zu verstandesorientiert.

Mit meinem Buch möchte ich dazu beitragen, noch ein bisschen mehr in das Thema Hochsensibilität einzutauchen, und noch ein bisschen genauer wahrzunehmen, welche komplexen Aspekte hier Beachtung brauchen. Ich zeige einfache Möglichkeiten auf, sich selbst und sein hochsensibles Kind zu unterstützen auf einem Weg, der wichtig ist, um unsere Zukunft zu gestalten.

 

 

“Hochsensible Scanner – Ich bin Viele”

…oder: Warum ich es oft nicht schaffe, Dinge zu Ende zu bringen.

 

Ich, 41:

hatte bereits als Kind das Gefühl, nichts wirklich zu können, hatte ständig zahlreiche Ideen im Kopf, die ich praktisch nicht umsetzen konnte, war mit meinen Gedanken permanent auf unterschiedlichen Ebenen gleichzeitig unterwegs, habe zahlreiche Jobs ausprobiert, Ausbildungen gemacht und schnell wieder abgehakt , hatte einfach immer das Gefühl „nicht ganz zu sein“, auch und vor allem, weil mir mein Umfeld stets vermittelte, dass man sich fokussieren muss, seinen Weg zu gehen hat, den man konsequent verfolgen müsse, zu Entscheidungen und „Opfern“ fähig sein muss, sich nicht so leicht ablenken lassen darf, nicht so wankelmütig sein darf… und so weiter und so fort – sonst würde man es im Leben zu nichts bringen.

Mein Sohn, 13:

hat zahlreiche Begabungen, die immer mal wieder präsent sind und an die Oberfläche kommen, macht oft den Eindruck eines „zerstreuten Professors“, setzt sich mit unglaublich vielen Themen auseinander und verwirft sie dann wieder, zeichnet Pläne, entwirft Spiele, fotografiert, bearbeitet Bilder, spielt Fußball und will manchmal damit aufhören, weil es ihn nervt zum Training zu gehen , will manchmal Volksschullehrer werden, manchmal Computerspezialist, um viel Geld zu verdienen, wollte zum Gitarrespielen anfangen, hat nach 1 Einheit aufgehört, hat sich früher mit Steinen/Mineralien und Vogelkunde beschäftigt…und so weiter und so fort. Ich fühle mich damit manchmal überfordert, weil ich mir wünschte er wäre schon „weiter“…und dann lache ich wieder über mich selbst, so etwas zu „erwarten“ 😀

Man könnte jetzt Folgendes meinen: wir sind wankelmütig, unbeständig, schaffen es nicht, Dinge zu Ende zu bringen, ich versage als Mutter, weil ich meinen Sohn nicht ausreichend motiviere, mir mangelt es an Disziplin und meinem Sohn an Ehrgeiz, wir lassen uns viel zu leicht ablenken, sind zertreut und unsicher….und natürlich vieles andere mehr.

Kennst Du das oder hast Du so etwas auch schon einmal über Dich oder Dein Kind gehört?

Dann zählst Du vielleicht, ebenso wie mein Sohn und ich, zur Gruppe der Scanner. Wenn Dir dieses Wort jetzt nichts sagt, dann kommst Du vielleicht mit der Übersetzung „Vielbegabung“ besser zurecht. Der Begriff wurde von der Therapeutin und Autorin Barbara Sher ins Leben gerufen und seitdem immer wieder mit Hochsensibilität in Zusammenhang gebracht. Scannerpersönlichkeiten verfügen über große Begeisterungsfähigkeit, Neugierde, Kreativität und Lebendigkeit. Aufgrund der Tatsache, dass sie besonders viele Interessen haben, können sie sich nur sehr schwer auf eine Sache konzentrieren, verlieren schnell das Interesse, wenn sie die Neugierde für eine andere Sache packt und neigen dazu, sich zu verzetteln. Das Bild des „chaotischen zerstreuten Professors“ passt hier ganz gut oder eben auch das Synonym „Vielbegabung“.

In den Lebensläufen von Scannern finden sich oft sehr viele verschiedene „Sprünge“ in unterschiedlichste Jobs oder/und nicht abgeschlossene Ausbildungen. Ihre Sprunghaftigkeit hat aber weniger mit Undiszipliniertheit und Unbeständigkeit zu tun, als mit Unterforderung. Sobald eine Sache zur eigenen Zufriedenheit „gescannt“ ist, verliert sie an Reiz und man will sich Neuem zuwenden.

Die Herausforderung eines Scanners ist es, die eigene Veranlagung und die damit oftmals verbundene Neigung zum Perfektionismus bewusst zu erkennen. Oftmals leben Scannerpersönlichkeiten mit einer großen Unzufriedenheit. Nicht scheint auf Dauer erfüllend und man versteht sich oft selbst nicht – vor allem im Vergleich mit Mitmenschen die augenscheinlich „Ihre“ Berufung und Erfüllung gefunden haben. Nagende Selbstzweifel kommen auf und, so wie es bei mir war, sehr oft das Gefühl: „Eigentlich kann ich gar nichts so richtig und wirklich gut.“

Scanner brauchen zumeist eine gewisse Zeit ihres Lebens, um über Wege und Umwege ihre Potentiale kennenzulernen und zu entfalten. Irrwege erkennen sie zumeist daran, dass der bereits erwähnte Langeweile- oder Bore Out Zustand eintritt.

Natürlich gibt es kein Patentrezept, wie es gelingen kann, als Scanner zu seiner Erfüllung zu finden und die komplexe Persönlichkeit bestmöglich ins Leben einzubringen. Ein wesentlicher Schritt ist sicher der, Selbstbewusstsein und Selbstannahme zu erreichen. Wenn ich weiß, warum es mir oder meinem Kind oft schwer fällt, konzentriert bei der Sache zu bleiben, gelingt es mir sicher besser, zu Akzeptanz und positiver Annahme zu gelangen. Scanner Persönlichkeiten müssen sich in Vielem ausprobieren, um nach und nach ihr vielseitiges Potential in unterschiedlichen Situationen kennenzulernen.

 Wichtige Fragen für Dich als Scanner:

  • Welche Grundwerte habe ich?
  • Wo und in welchen Bereichen kann ich meine Werte finden und leben?
  • Was gibt mir Stabilität (Familie, Wohnumgebung…) auf meinem oft unbeständigen Weg? – Wo liegen meine größten Begabungen?
  • Gibt es die Möglichkeit, meine Begabungen miteinander zu verbinden, um damit beispielsweise im beruflichen Kontext zu mehr Erfüllung zu finden?

Wenn Dein Kind zu den Scannerpersönlichkeiten zählt, dann helfen Dir vielleicht diese Gedanken/Tipps:

  • Lass Dein Kind viele mögliche und (für Dich vielleicht) unmögliche Sachen ausprobieren – auch wenn es nur für ganz kurze Zeit ist.
  • Stärke Dein Kind immer wieder in seinen Begabungen und Talenten.
  • Nimm Euch beiden den Druck, zu einem gewissen Zeitpunkt, Zukunftsentscheidungen getroffen haben zu müssen.
  • Und vor allem: Nimm Dein Kind in seinem So Sein an. Eine Scannerpersönlichkeit lebt keinen Mangel an Disziplin oder Ehrgeiz sondern verfügt über ungemein viel Potential, das in die Welt gebracht werden will 🙂

 

 

 

“Warum bin ich manchmal so hilflos?” – oder: Das starke Band zwischen hochsensiblen Kindern und Eltern

 

Viele von Euch kennen sicher folgende Situationen, vor allem dann, wenn Ihr selbst ein hochsensibler Elternteil seid:

  • Noch bevor Dein Kind in einer angespannten Situation zum Beispiel wütend wird, spürst Du die Wut Deines Kindes bereits am eigenen Leib. Du übernimmst sie praktisch und wirst auch selbst wütend. Das macht die Situation natürlich nur noch anstrengender für alle.
  • Du beginnst schrecklich zu leiden, wenn sich Dein Kind weh getan hat. Du spürst die Schmerzen am eigenen Körper.
  • Du gehst stark in den Widerstand, wenn Dein Kind in einer Situation ist, die Du selbst schwer aushältst – zum Beispiel das Thema Schule. Du leidest darunter, dass Dein Kind in die Schule geht.
  • Du willst Deinem Kind aus ganzem Herzen alle Themen abnehmen, unter denen du als Kind oder auch noch als Erwachsener gelitten hast oder leidest.

Das starke Band zwischen Dir und Deinem Kind ist ein wunderbares Geschenk. Es ermöglicht Dir, bestmöglich auf die Bedürfnisse Deines Kindes einzugehen. Schwierig wird es dann, wenn Du

  • dich oft gestresst und belastet fühlst.
  • das Gefühl hast, völlig hilflos den oftmals starken Gefühlen Deines Kindes gegenüberzustehen.

Folgende Aspekte können Dir dabei helfen, Dich mehr in Deine Stärke im Umgang mit Deinem hochsensiblen Kind zu bringen:

1. Der Schritt nach Außen

In belastenden und anstrengenden Situationen mit Deinem Kind kann es helfen, ganz bewusst ein paar Schritte raus aus der Situation zu machen. Entweder tatsächlich nur ein paar Schritte oder auch ganz raus aus dem Zimmer und der Umgebung. Das hilft, das starke Band ein wenig zu lockern und zu vermeiden, dass Eure Gefühle ineinander überfließen.

2. Leidensdruck hinterfragen

Wenn ich merke, dass mir eine Situation zu nahe geht und ich zu sehr leide, versuche ich mir bewusst zu machen WARUM. Oft liegt es daran, dass ich ein Problem mit der Situation einfach auch meine (negativen) Erfahrungen habe und ich das dann auf mein hochsensibles Kind übertrage. Das heißt noch lange nicht, dass mein Kind darunter genauso leidet.

3. Den eigenen Weg gehen lassen

In Situationen, in denen ich besonders gefordert bin, versuche ich mir bewusst zu machen, dass mein Kind SEINEN Weg geht, auf dem ich es “nur” begleiten kann. Ich kann ihm den Weg nicht abnehmen. Dieser Aspekt des Loslassens ist wohl einer der schwersten, aber für Eltern und Kinder sehr gesund.

4. Dein Kind als Spiegel

Diesen Punkt will ich mir oft am wenigsten anschauen, weil er doch recht schmerzlich sein kann. Ich versuche mir bei allen anstrengenden und unangenehmen Verhaltensweisen meines Kindes bewusst zu machen, dass sie ein Spiegel meiner eigenen bewussten oder unbewussten Gefühle sind. Mein Kind ist genauso stark mit mir verbunden wie ich mit ihm.

Wenn es mir gelingt, einen oder mehrere dieser Aspekte in anstrengenden Situationen zu beachten, merke ich immer sehr stark, wie sehr sich das Thema entspannt und auch etwas objektiviert.

Viel  Erfolg beim Üben :-)!

Solltest Du mehr Unterstützung wollen, freue ich mich über einen Anruf (0660/1234 376) oder ein Mail (info@hochsensibilitaet.at).

Danke auch für`s Teilen des Beitrags!

 

 

“Schluss mit JA, ABER….” – Lebst Du in Deinem eigenen Tempo?

Nein. Das hier ist kein Blogbeitrag über das Reduzieren von Stress, über Burn Out Prävention oder ein Apell fürs Meditieren. Solche sehr wertvolle Beiträge gibt es schon zuhauf.

Ich möchte Dich heute ein bisschen provozieren, Dich zum Nachdenken anregen und mit Dir meine ganz persönlichen Erfahrungen teilen, die mir geholfen haben MEIN Tempo als hochsensibler Mensch im Leben zu finden und zu akzeptieren.

Warum das auch für DICH wichtig sein kann?

Nun, wenn Du es schaffst, Dein Leben in Deinem eigenen Tempo und Deinem eigenen Rhythmus zu leben, dann

…hast Du es geschafft, Dich selbst und Deine eigenen Bedürfnisse zu spüren und wichtig zu nehmen.

…hast Du gelernt „NEIN“ zu sagen.

…kannst Du ein großes Vorbild sein (vor allem für Deine Kinder), weil Du anderen zeigst, dass sie selbst für ihre Lebenszeit verantwortlich sind und diese selbstverantwortlich gestalten können.

…leistest Du einen entscheidenden Beitrag dazu, auch unserer auf „Funktionieren“ und „Leistung“ ausgerichteten Gesellschaft ein wenig Druck rauszunehmen.

Das ist doch was, oder?

Ja, der Weg dahin ist lang und oft auch beschwerlich, aber…..er lohnt sich :)!

Lass mich Dir zunächst ein paar persönliche Fragen stellen:

  • Wie oft hast Du letzte Woche gesagt oder gefühlt, dass du im Stress bist (und damit meine ich diesen Stress, den Körper und Seele als belastend empfinden)?
  • Wie oft hast Du in letzter Zeit gesagt: „Ich würd ja gern, aber leider fehlt mir die Zeit…“?
  • Wann hast Du Dich das letzte Mal so richtig entspannt und im besten Sinne „planlos“ gefühlt – also ohne ständig Gedanken im Kopf zu haben, was als nächstes zu tun ist?
  • Wann hast Du das letzte Mal ein Bedürfnis Deines Körpers wahrgenommen und es auch erfüllt, zum Beispiel Dir ein gutes gesundes Essen gekocht, einen Spaziergang gemacht, in Ruhe ein Buch gelesen, einen Film ohne Unterbrechung angesehen….?

Keine Angst, ich sag´ Dir jetzt nicht

…dann lass doch mal den Berg schmutziges Geschirr stehen und tu es einfach

oder

…dann schraub´ mal Deine Ansprüche runter, immer alles gut und perfekt machen zu wollen

oder dergleichen.

Ich weiß wie schwer das ist. Und ich sehe auch keinen Sinn darin, etwas, das einem wichtig ist, nicht zu tun, um etwas, das einem auch wichtig ist, tun zu können.

Das bringt nichts. Und schon gar keine Entspannung.

NUR…und jetzt sei bitte ganz ehrlich zu Dir selbst:

  • Ist es DIR wichtig, dass das schmutzige Geschirr weggeräumt wird (das verstehe ich total, denn ich halte Unordnung überhaupt nicht aus :)) oder tust Du es, weil Du es so gelernt hast und es sich „so gehört“?
  • Ist es DIR wichtig, Deinen Ansprüchen gerecht zu werden, weil es einen inneren Antrieb in Deinem Leben manche Themen betreffend gibt, der es einfach nicht zulässt, Deine Ansprüche runter zu schrauben (….und das ist etwas Wunderbares, wenn Du Herzensthemen hast, für die du „brennst“…), oder ist es dieses

… „Aufrechterhalten eines Zustandes, der immer so war und einfach der Norm entspricht“?

… „beweisen Wollen, dass du „gut“ bist und alle Anforderungen und Ansprüche unter einen Hut bringen kannst, also praktisch ein Suchen nach Anerkennung von Außen?“

Gar nicht so einfach zu beantworten, oder?

Aber jetzt die wichtigste aller Fragen:

 

  • Schaffst Du es, DICH wichtig genug zu nehmen, um DEINE Zeit in DEINEM Tempo zu gestalten, achtest Du DEINE Bedürfnisse und schätzt Du Dich so wie Du bist?

 

JA? Das ist GROSSARTIG!!

NEIN? Dann hast Du vielleicht gerade eine Lebensphase mit noch eher kleineren Kindern, die sicher viel von Deiner Zeit fordern und es oftmals erschweren, das eigenen Tempo zu leben – ABER: dafür ist diese Zeit wunderschön und wenn Du auch dabei genug auf Dich und Deine Bedürfnisse achtest, bist Du sowohl für Deine Kinder ein Vorbild und zum anderen gelingt es Dir, wenn die Kinder größer werden, wieder sehr leicht, in DEINEN Rhythmus zu finden

oder

Dein NEIN ist noch ein NEIN zu Dir selbst.
Und wenn das der Fall ist, helfen Dir auch keine Stressreduktionsprogramme, keine Meditationen und auch keine noch so gut gemeinten Ratgeber.

 

UM IN DEINEM TEMPO ZU LEBEN, MUSST DU JA ZU DIR UND DEINEN BEDÜRFNISSEN SAGEN KÖNNEN – AUS GANZEM HERZEN!

 

UM IN DEINEM TEMPO ZU LEBEN, MUSST DU RAUS AUS DER „OPFERROLLE“ UND DEIN „HELFERSYNDROM“ ABLEGEN!

 

UM IN DEINEM TEMPO ZU LEBEN, MUSST DU AUFHÖREN EIN SCHLECHTES GEWISSEN ZU HABEN, WENN DU ES DIR GUT GEHEN LÄSST!

Ganz schön provokant, oder?

Vor allem weil wir es doch ALLE (vor allem in der Generation um die 40+) meistens noch so gelernt haben: „Das Leben verlangt nun mal einiges von uns“, „da müssen wir halt durch“ und „das ist eben so.“ Kennst Du diese Aussagen auch?

Ja, ich provoziere ein bisschen – ich weiß wie beschwerlich und mühsam Veränderung sein kann, ABER: Es ist mein tiefster Wunsch, dass unsere Gesellschaft aus dem selbstgemachten Stress, Leistungsdruck und Hierarchiedenken wieder zurückfindet zu selbstbestimmten Individuen, die ihr Leben selbstverantwortlich leben und in ihrem Tempo das, was sie am Besten können, also ihr ureigenes Potential, in die Welt einbringen.

Ja, ich habe schon oft gehört, dass ich (zu) idealistisch bin, aber ich weiß, dass es geht. Ich habe mich Schritt für Schritt meinem Tempo angenähert. Für mich als hochsensibler Mensch war es immer eine besondere Herausforderung, dem Stress des Lebens standzuhalten. Ich möchte Dir Mut machen.

Mut zur Ehrlichkeit und Mut zur Langsamkeit!

Ein Weg ebnet sich auch durch kleine Schritte und vielleicht möchtest Du ja mal versuchen in nächster Zeit

…bewusst wahrzunehmen, ob Du Deinen Alltag größtenteils in Deinem Tempo lebst.

…hinzuspüren, welche Bedürfnisse Dein Körper hat und ob Du sie größtenteils erfüllst.

…ehrlich hinzuschauen, wo Du „funktionierst“ und wo Du „Dein Ding“ machst (und ja, natürlich können nicht alle unsere Alltagstätigkeiten „unser Ding“ sein, aber sie gehen leichter von der Hand, wenn wir das Drumherum zu unserem eigenen Wohl für uns gestalten).

…wahrzunehmen in welchen Bereichen Deines Lebens Du etwas verändern kannst, um mehr in Deiner Mitte und damit auch in Deinem Tempo zu sein .

Und zu guter Letzt doch noch eine Anmerkung zur vielzitierten Stressreduktion:

In einer deutschen Zeitung habe ich gelesen, dass wir durchschnittlich 80 Mal am Tag auf unser Handy schauen – 80 Blicke auf unser Handy, daraus resultierende Reaktionen bzw. Handlungen unterstützen wohl die Schnelllebigkeit unserer Zeit, das eigene Tempo wahrzunehmen wird dadurch wahrlich erschwert. Also, wie wäre es, einige Wege tagsüber ohne Handy zu erledigen und statt dessen auf die inneren Klingeltöne zu hören…es geht :)!

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In meiner Praxis „MEIN TEMPO“ unterstütze ich Menschen durch Shiatsu, Körperarbeit und Beratung, wieder ihr Tempo im Einklang mit ihrem Körper zu leben.

Vor allem nach Stresserkrankungen wie Burn Out, Depressionen oder sonstigen sehr anstrengenden Lebensphasen arbeiten wir daran, Körper und Seele wieder in Einklang zu bringen und Regeneration zu ermöglichen.

Das Akzeptieren und Achten der eigenen Bedürfnisse steht im Vordergrund.