Wie unsere Seele uns dabei unterstützt, einen guten Weg zu finden, mit der eigenen Hochsensibilität und mit der unserer Kinder umzugehen

Viele kennen sich das Lied vom großartigen Georg Danzer „Über meine Seele führt mein Weg…“.

Was ist denn eigentlich unsere Seele?

Das Wort wird viel strapaziert und viele pathetische Gedanken, viel Herzschmerz wird damit in Verbindung gebracht.

Ja, unsere Seele lässt uns im Laufe unseres Lebens viele Schmerzen fühlen. Wir fühlen uns unverstanden, ungeliebt, nicht beachtet und wertgeschätzt. Das tut uns sprichwörtlich „in der Seele weh“.

Genau diese schmerzhaften Gefühle können uns den Weg zu uns selbst zeigen. Die Seele ist unser ureigenes Potential, das wir in dieses Leben mitbringen. Das Licht dieses Potentials kann nur leuchten, wenn wir uns mit den Schattenseiten unseres eigenen ICH auseinandergesetzt haben. Erst dann können wir für uns selbst und für andere WIRKLICH Verantwortung übernehmen.

Es gibt völlig unterschiedliche Auffassungen vom unendlich großen Potential unserer Seele.

Eine geht davon aus, dass wir in unterschiedlichen vergangenen Leben unsere Seele mit Lernerfahrungen füllen, die wir brauchen, um irgendwann ganz zu werden, ganz bei uns selbst ankommen, völlig frei vom Ver-Urteilen und ganz bei und in unserem eigenen Potential sind.

Eine andere Herangehensweise meint, dass wir durch die Erfahrungen in diesem jetzigen (einzigen) Leben unseren Seelenrucksack seit Geburt unbewusst füllen und mit mehr oder weniger Bewusstheit im Erwachsenenleben daraus agieren.

Unabhängig davon welche Sichtweise die Ihre ist – um mit uns selbst ins Reine zu kommen und unsere Kinder in ihrer Seelenentwicklung bestmöglich unterstützen zu können, macht es absolut Sinn, daran zu arbeiten, die eigenen Schatten zu kennen und diese mit mehr und mehr Licht zu füllen. Für uns selbst, für unsere Kinder und für die uns umgebende Umwelt.

Allzu viele Probleme, mit denen wir auf dieser Welt exzessiv konfrontiert werden, basieren auf der Unbewusstheit von Seelen, die so oft in der Vergangenheit misshandelt und mit Füßen getreten wurde.

ABER wir alle haben es in der Hand, wieder die Verantwortung zu übernehmen, hinzuschauen, hinzuspüren und Schritt für Schritt den Weg in die Selbstverantwortung zu gehen.

Wie kann das funktionieren?

Ea gibt zahlreiche Therapien, zahlreiche Techniken und Methoden, Seelenverletzungen aufzuspüren und Gründe für unser Verhalten zu finden.

Ja, es macht sicher Sinn, sich qualifizierte Unterstützung zu holen, aber ich glaube, dass wir alle auch im Alltag viele kleine Schritte gehen können, um uns selbst wieder an unsere Seele und unser innewohnendes Potential anzunähern.

Folgende Fragen können auf dem Weg helfen:

  1. Wo im Alltag fühle ich mich klein, ungeliebt und nicht beachtet? Ganz oft wurde unsere Seele verwundet, indem wir nicht das bekommen haben, was wir uns gewünscht hätten. Wenn wir es schaffen, uns in diesen Situationen selbst die Liebe, Zuwendung und Akzeptanz unserer Schatten zu geben, hilft uns das, einen Schritt näher zu unserer Ganzheit zu kommen.
  2. Wo gebe ich anderen die Schuld für meine unangenehmen Gefühle? Wenn wir akzeptieren, dass nicht das „böse, ungerechte Leben“ oder ein anderer Mensch für unser Wohlbefinden verantwortlich sind, können wir es schaffen, einen Schritt näher zu unserer Selbstverantwortung zu kommen.
  3. Bei welchen Situationen glaube ich, dass ich sie nicht schaffen kann, dass es anderen vorbehalten bleibt, ihre Träume Wirklichkeit werden zu lassen? Wenn wir verstehen, dass es niemanden gibt, der mehr Glück als wir verdient, niemanden, der besser ist und mit vorteilhafteren Lebensbedingungen mehr erreichen kann, gehen wir einen Schritt näher in unsere ureigene Kraft, unsere Stärke und unser Potential.
  4. Wo stoße ich bei meinem Kind an meine Grenzen? Dort, wo uns unsere Kinder unsere Grenzen zeigen, bekommen wir einen guten Spiegel vorgehalten. Wenn wir erkennen, dass das unsere eigene Grenze ist, die nichts mit dem Verhalten unseres Kindes zu tun hat, können wir vielleicht einen Schritt gehen, diese Grenze zu erweitern und mehr von unserem Potential zuzulassen.
  5. Was hat mich als Kind bzw. als Erwachsene/r mit Befriedigung erfüllt? Wo liegt mein eigenes großes Talent, das sich ganz ohne Anstrengung, ohne das Gefühl „funktionieren“ zu müssen, völlig stimmig und leicht anfühlt? Wenn wir unterscheiden lernen, wo wir aufgrund unserer Muster „funktionieren“ und wo unser ureigenes Talent steckt, das wir in die Welt einbringen können, kann uns dieses Bewusstsein zu mehr Offenheit führen, immer mehr von unserem SELBST zu zeigen.

Wir können unseren Kindern ein riesiges Geschenk machen, wenn wir uns mit uns selbst, unseren Schattenseiten und vielleicht noch versteckten Anteilen beschäftigen.

Über unsere Seele führt unser Weg zu uns SELBST. Dann werden wir auch unsere Kinder bestmöglich unterstützen können, ihr wertvolles hochsensibles Potential zu entfalten.

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