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„Mein Leben mit PMS – was mir geholfen hat, es zu verstehen und besser damit leben zu lernen . Eine sehr persönliche Geschichte.“

Ich sag mal, es hat mit Mitte 30 begonnen. – oder ich war einfach nur soweit, mich damit auseinandersetzen zu können.
Ich war alt genug, um zu erkennen, dass das, was da regelmäßig mit mir und meinem Körper passiert einen zyklischen Ablauf hatte.
Die Schwangerschaften waren lange her, auf hormonelle Verhütungsmittel verzichtete ich seit Jahren und dass ich sehr sensibel auf meine Umwelt mit Geist und Körper reagiere wusste ich auch schon lange bevor ich den Begriff „Hochsensibilität“ das erste Mal gehört habe.

In regelmäßigen Abständen fuhren meine Gefühle und körperlichen Befindlichkeiten Achterbahn mit mir.
Die Tage vor meiner Periode brachten gefühlt den gesamten angesammelten Schmerz meines bewussten und unbewussten Lebens zum Vorschein.
Ich fühlte mich erdrückt, niedergeschlagen, hilflos, oft sehr wütend und überwältigt von alldem.
Mein Körper reagierte auf die angesammelten Emotionen mit Völlegefühl, blockierter Verdauung, Kopfschmerzen, großer Gereiztheit und Anspannung, die sich stark in den Brüsten bemerkbar machte, Bauchkrämpfen, Blähungen und Wassereinlagerungen.

Jedes Monat auf´s Neue. Und jedes Monat auf`s Neue leistete ich Widerstand.

Ich wollte das nicht fühlen. Ich wollte es nicht zulassen, dass es mir so schlecht geht.

Ich war wütend, weil ich so wütend war, wo ich doch eher ein sanftmütiger Mensch bin.

Und ich war überwältigt von all den alten Emotionen, die immer wieder in mir hochkamen, obwohl ich doch glaubte, sie bereits verarbeitet und überwunden zu haben.

Irgendwann wurde mir dann bewusst, dass es sich bei all diesen Symptomatiken um PMS (PräMenstruellesSyndrom) handelt. 3 Buchstaben, die von der Schulmedizin nicht wirklich erklärt werden konnten, von den Männern oftmals klischeehaft belächelt wurden, von vielen meiner Freundinnen (noch) nicht wahrgenommen werden konnten und von mir selbst regelmäßig verflucht wurden.

Da ich auch damals schon ein Mensch war, der sich bewusst mit Zusammenhängen auseinandersetzen und den (für mich) wichtigen Dingen auf den Grund gehen wollte, begann ich viel zu lesen und zu recherchieren.

Alles unbefriedigend.

Man könne durch Sport, vegetarische Ernährung und Entspannung die Symptome verringern stand da – das tat ich und es klappte teilweise, trotzdem nicht annähernd zufriedenstellend.

Ich wollte den Grund wissen, warum Frauen wie ich in regelmäßigen Abständen mit derartigen Symptomen leben müssen, die in der Schulmedizin als „typische Frauenleiden“ und als „schwer in den Griff zu bekommen“ galten.

Ärzte, die ich konsultierte, hörte ich immer wieder sagen: „Am besten lernt man, damit zu leben.“ oder „Dann nehmen Sie eben wieder die Pille. Die wird die aufmüpfigen Hormone wieder in den Griff bekommen.“

Oh nein. Ich wollte ja spüren. Und ich wusste, dass meine Hormone mir einen Teil von mir zeigen, den ich mit der Einnahme der Pille lediglich erneut unterdrücken und stilllegen würde.
Das habe ich zuvor jahrelang praktiziert. Je bewusster ich im Umgang mit mir selber wurde, desto weniger wollte ich das.
Ich war teilweise richtig verzweifelt, weil ich mir nicht zu helfen wusste und diese wiederkehrenden Beschwerden mir ganz viel Freude am Leben nahmen.

Lange Rede – kurzer Sinn. Ich begann vor einigen Jahren mit meiner Shiatsu Ausbildung, die mir nach und nach ganzheitliche Zusammenhänge zwischen Körper und Seele, zwischen Symptomen und Organen lehrte sowie meinen eigenen Prozess immer wieder unterstützte. Mit vielen Rückfällen und Stolpersteinen.

Meine PMS Persönlichkeit (ich nenne sie so, weil ich tatsächlich manchmal das Gefühl habe, es spaltet sich ein Teil von mir in dieser Phase ab) ist mein Schmerzkörper. Jener Teil von mir, der noch nicht frei ist von alten Verletzungen und Mustern.

Ich beobachte mich, wenn diese Schmerzen gerade besonders stark sind, ich aggressiv, aufbrausend und wütend auf meine Umwelt reagiere. Ich beobachte mich und weiß, dass viele alte Muster und Erfahrungen aus mir sprechen. Und ich kann oftmals trotzdem nicht „drüberstehn“.

Ja, manchmal ist das so. Immer noch. Auch jetzt noch nach vielen Jahren der Beschäftigung damit.

Ich bin heute nicht frei von PMS Symptomen. Ich kann sie deuten, was es mir wesentlich leichter macht, sie zu akzeptieren.

Ein paar meiner persönlichen Fakten rund ums PMS möchte ich deshalb hier teilen, damit sie vielleicht Gedankenanstöße sind, sich näher mit der einen oder anderen Sache zu beschäftigen:

  • Ich nehme in meiner zweiten Zyklushälfte vermehrt das Schüsslersalz Nr.7: Magnesium ein. Das hilft bei starker Anspannung und unangenehmen Krämpfen im Bauch.
    Ich löse 10 Stück in heißem Wasser auf und trinke es bis zu 3x täglich.
    Achtung: keinen Metalllöffel zum Umrühren verwenden!
  • Den vielgelobten Mönchspfeffer nehme ich momentan in konzentrierter Form als Tropfen ein (Vitex agnus-castus). Er hilft mir, das Spannungsgefühl in den Brüsten zu minimieren.
    Ansonsten habe ich durch die Einnahme unterschiedlichster Marken von Tabletten von Mönchspfeffer kaum oder keinen Unterschied bei der Brustspannung bemerken können.
  • Ich vermeide in der zweiten Zyklushälfte erhitzende Lebensmittel (bzw. habe ich auch kein großes Verlangen danach), da mein Körper in dieser Zeit eine starke innere Hitze entwickelt.
    Bei mir äußert sich das dann auch über die Haut und ich bemerke meine Neurodermitis gepaart mit Juckreiz vermehrt.
    Ich vermeide: Kaffee (bzw. trinke nur 1 Tasse), Fleisch, erhitzende Gewürze wie Zimt, Chilli, Zwiebel und Knoblauch (vertrage ich auch sonst gar nicht), Brot und Gebäck (liegt mir lange im Magen).
    Statt dessen esse ich vermehrt Gemüse und kühlenden Salat, trinke manchmal 1 Glas Sojamilch oder Orangensaft (vertrage ich sonst nicht so gut, in hitzigen Phasen kühlt er mich aber).
    Außerdem liebe ich in dieser Phase Avocados (kühlend!) und Frischkäse.
  • Die schwierigste Herausforderung für mich ist es, meine hochkommenden unangenehmen Gefühle auszuhalten und da sein zu lassen ohne mich zu sehr von ihnen leiten zu lassen.
    Daher hilft mir Bewegung, am meisten Laufen. Yoga ist für mich in dieser Phase nicht so gut, da ich dabei nicht so massiv das Gefühl des „Auspowerns“ wahrnehme. Genau das ist es aber, was meinem Körper hilft, sich immer wieder von negativem Ballast zu befreien.
  • Mit meinem Partner habe ich in „PMS Situationen“ ein Codewort ausgemacht, bzw. eine sehr lustige Phrase, die immer dann zum Tragen kommt, wenn ich mal wieder „neben mir stehe“, mich beobachte, aber nicht raus kann aus der Verstrickung von unangenehmen und hochkommenden Gefühlen.
    Fällt diese Phrase, muss ich schmunzeln und die Situation verliert ihre Bedrohlichkeit – klappt nicht immer, ist aber den Versuch auf jeden Fall wert 🙂
  • Zum Abschluss teile ich hier noch ein paar wesentliche Gedanken, die bei der Beschäftigung mit PMS immer wieder bei mir auftauchen:
  • Wir tragen auch genetisch (energetisch) eine Menge an Leidensdruck in uns herum. Sei es Anpassungsdruck, Unterdrückung, Schuld oder sonstige negative Aspekte vorangegangener Zeiten, die uns am Ausleben unserer ursprünglichen und angedachten Persönlichkeit hindern und blockieren. Das zeigt uns die PMS Situation deutlich.
    Wenn wir es schaffen, das bewusst wahrzunehmen und zu durchbrechen, leisten wir, denke ich, einen entscheidenden Beitrag zur Heilung.
  • Das Organ, das dem PMS zugeordnet wird, ist die Leber. Sie ist unser „Körpergedächtnis“. Das heißt, dass alle Gefühle und Emotionen (auch jene die wir nicht bewusst wahrnehmen) dort gespeichert sind.
    Die Leber leistet einen entscheidenden Beitrag zum reibungslosen Ablauf der Menstruation. PMS bedeutet „Leberstau“. Blockierte, nicht wahrgenommene und angenommene Gefühle, behindern den harmonischen Fluss und tragen zu unangenehmen Symptomen bei.
    Ich unterstütze mich immer wieder mit Shiatsu Behandlungen, die die Leber entstauen oder mit Streicheleinheiten und Massagen von meinem Partner 🙂
  • Ich glaube, dass viele Frauen durch ihre Sensibilität einen großen Pool an Weltschmerz in sich aufnehmen. In Phasen der „Dünnhäutigkeit“, also dann, wenn wir besonders bewusst wahrnehmen können (etwa in der zweiten Zyklushälfte), wird uns dieser Schmerz oft deutlich bewusst. Wir fühlen mit der Welt und oftmals ist das unerträglich.

 

Puh…ein echt komplexes Thema!!!

Ich wünsche uns allen Frauen auf dieser Welt und in dieser Zeit wieder mehr Bewusstsein für unsere Weiblichkeit, unsere Kraft zu fühlen und zu Transformieren <3

…auch für unsere Töchter und deren Töchter und…

Herzlich,
Karin

vielleicht ist der Artikel meiner lieben Kollegin Katharina Ziegelbauer dazu interessant:
Was Deine Menstruation über Dich verrät

Hilfe Pubertät! – 5 Gedanken, die Dich beim Umgang mit Deinem hochsensiblen pubertierenden Kind unterstützen können

“Guten Morgen, mein Schatz – gut geschlafen?”
Ein grantiges Gesicht als einzige Antwort darauf. Danach sofort ein: “Wo sind meine Fußballschuhe?”
“Da, wo Du sie gestern ausgezogen hast, mein Schatz!”
“Ich hab´Hunger!”
“Was möchtest Du frühstücken, mein Schatz?”
“Weiß nicht. Mach mir was!”

Spätestens jetzt spüre ich, wie meine Gelassenheit die Geduldsprobe nicht besteht.
“Kannst Du vielleicht bitte sagen, wenn Du Etwas von mir möchtest!? Und überhaupt – ich bin nicht Deine Dienstbotin!!”

Wenn darauf eine Antwort zurückkommt, dann: ” Sei nicht immer so genervt, Mama!!”

Ich genervt?? Wohl vielmehr erschüttert, wie schnell sich doch mein lieber, süßer und freundlicher Sohn in ein ungehobeltes grantiges Monster mit riesigen Händen und Füßen verwandelt hat!
JA, ich weiß, diese Entwicklung ist “normal” und hilft (irgendwann) beim Finden der eigenen Identität.
Ich muss in dieser Zeit sehr aufpassen, meine eigene – mühsam erarbeitete – nicht zu verlieren 🙂

Gerade als hochsensible Mama mit sehr enger Bindung zu ihrem hochsensiblen Sohn (und einem Hand zur Überidentifizierung) ist es eine riesige Herausforderung, bei mir zu bleiben und mich nicht allzu sehr auf die Stimmungsschwankungen meines pubertierenden Sohnes einzulassen. Ansonsten ist das Drama vorprogrammiert, indem wir beide uns allzu sehr in den Stimmungen und Schwingungen des jeweils anderen verlieren. Eine Dynamik, die meist darin endet, dass Türen fliegen, Wort fallen, die einem hinterher leid tun oder stundenlang eisiges Schweigen die einzige Gemeinsamkeit zwischen uns bleibt.

Kennst Du das auch?

Meine mittlerweile fast 15 jährige Tochter hat einen Großteil ihrer pubertierenden Tage bereits hinter sich (hoffe ich :). JA, es war auch herausfordernd und ich habe manchmal meine Grenzen verloren. Vor allem deshalb, weil ihre Persönlichkeit so gänzlich anders als meine ist und mir das immer wieder schmerzlich bewusst wurde – heute finde ich es großartig und ich kann viel von ihr lernen 🙂
Bei meinem 13 jährigen hochsensiblen Sohn erlebe ich es ganz anders. Es nimmt mich regelrecht ein, wenn negative Energie herrscht, wenn wir aneinander anecken und uns immer wieder aufs Neue gegenseitig herausfordern und provozieren. Das passiert nahezu automatisch und es kostet viel Kraft, aus dieser Dynamik auszusteigen und sie zu durchbrechen – eine Aufgabe, die mir als Mama aber sehr bewusst und wichtig ist. Wer sonst soll es tun 🙂 ?

Folgende Gedanken helfen mir immer wieder, aus negativen Verstrickungen auszusteigen, mehr bei mir zu bleiben und meinen hochsensiblen Sohn und seine Pubertät loszulassen. Vielleicht kannst Du auch was davon mitnehmen:

1. ZEIT

Wenn ich merke, dass Wut und Unverständnis in mir hochkommen, reagiere ich nicht sofort. Ich versuche die Welle, die da überschwappt, abzufangen, indem ich langsam bis 10 zähle. Meistens ist meine Reaktion dann weit weniger emotional und abgegrenzter.

2. ATMEN

So einfach es klingt, so schwierig ist es, wenn mich negative Schwingungen und destruktive Dynamik versuchen einzulullen. Ich merke dann sofort, wie sehr sich mein gesamter Körper verspannt und meine Atmung auf ein Minimum reduziert wird. Wir hochsensible Menschen reagieren sofort über unseren Körper. Ich achte darauf, beide Fußsohlen am Boden zu spüren und bewusst in den Bauch zu atmen. Das hilft mir, die Energie nach unten zu holen, damit sie mich nicht emotional oder voreilig reagieren lässt.

3. BERÜHRUNG

Wenn ich das Gefühl habe, mein Sohn überschreitet mit seinen Worten oder Verhaltensweisen eine Grenze, atme ich ruhig und berühre ihn meist an beiden Schultern. Das holt ihn sehr oft runter. Ich bitte ihn dann, mir in die Augen zu schauen (klappt meistens) und rede mit ihm möglichst gelassen, aber sehr bestimmt und meine Grenzen absteckend.
Zum Beispiel:”Es ist in Ordnung, dass Du heute schlechte Laune hast. Ich möchte diese nicht übernehmen. Wenn Du etwas von mir möchtest oder etwas brauchst, dann rede mit mir bitte freundlich.”

4. NICHT PERSÖNLICH NEHMEN

Etwas, das für ich als hochsensible Mama besonders wichtig ist, ist der Gedanke, dass ich es nicht persönlich nehme, wenn meine Sohn zum Beispiel schlechte Laune hat oder andere Eigenschaften an den Tag legt, die mir ein negatives Gefühl vermitteln. Ich weiß, ich neige dazu, das persönlich zu nehmen und dementsprechend emotional zu reagieren.

5. LAST BUT NOT LEAST

“Mit einer Kindheit voll Liebe kann man ein Leben hindurch die kalte Welt aushalten.”

…ein Zitat von Jean Paul (ein Pädagoge aus dem 18. Jh.)

 

Vielleicht interessieren Dich auf folgende Artikel zum Thema:

Hilfe Schulalltag – 7 Tipps für ein entspanntes Miteinander

Das starke Band zwischen hochsensiblen Kinder und Eltern

10 Dinge, die Eltern hochsensibler Kinder loslassen dürfen

“Aber ich kann es doch spüren” – Warum ich dieses Buch geschrieben habe.

Aber ich kann es doch spüren – Hochsensibilität als Potential nutzen. Mit Schwerpunkt Schule.

Warum ich dieses Buch geschrieben habe und was mir als hochsensible Frau, Mama eines hochsensiblen Sohnes (und einer sensiblen TochterJ, ehemalige Lehrerin und Scannerpersönlichkeit (mit Hang zum High Sensation Seeking) wichtig ist:

Ganz kurz – für alle, die (noch) nicht wissen, was sie mit den Begriffen Scanner und High Sensation Seeker anfangen sollen…

Scanner: sind Menschen, die ständig auf der Suche nach neuem Input sind, vielseitig interessiert sind, sich nicht gern festlegen, schwer fokussieren können und vielbegabt sind

(siehe auch: http://www.hochsensibilitaet.at/hochsensible-scanner-ich-bin-viele/)

High Sensation Seeker: sind Menschen, die die Balance zwischen höchster Anregung (=high sensation) und absolutem Rückzug brauchen. Nur 1 Seite auszuleben, macht sie auf Dauer krank.

 

Kennst Du das?

 

So, warum jetzt dieses Buch:

Jahrzehntelang war ich auf der Suche nach mir selbst. Ich konnte so Vieles, was da um mich herum passierte, wahrnehmen aber nicht einordnen. Ich war öfters unglücklich, fühlte mich schwer und traurig. Und ich habe mich sehr oft verstellt – um so zu sein wie die anderen – ohne zu wissen wer ICH bin.

Viel suchen, viel hinterfragen, viele Erfahrungen, viele Gespräche und viele Tränen, aber auch viele schöne Erlebnisse später, bin ich mir Schritt für Schritt näher gekommen.

Ich habe gelernt (und lerne immer noch) meine Bedürfnisse zu akzeptieren und zu leben.

Ich lerne meinen hochsensiblen Sohn als eigenständige Persönlichkeit (auch wenn er mir noch so ähnlich ist) da sein zu lassen und mich gesund abzugrenzen.

Ich lerne mein hochsensibles Mama Sein so zu nutzen, dass ich meinen Kindern Halt und Sicherheit geben kann.

Und ich habe gelernt – und lerne immer noch – beruflich mit meinen Herzensthemen zu arbeiten.

Ein langer, unsteter Weg – aber ich weiß, dass er zum Ziel führt :-).

Mit meinem Buch möchte ich dazu beitragen, Bewusstsein zu schaffen für Bedürfnisse hochsensibler Menschen, vor allem Kinder, in einer Gesellschaft, die diesbezüglich noch wenig Bewusstsein hat.

Je mehr wir hochsensiblen Menschen unser Potential leben und in die Welt einbringen können, umso mehr helfen wir mit, eben dieses Bewusstsein hervorzubringen.

Literatur über das Thema Hochsensibilität gibt es mittlerweile zahlreich.

Ich wollte mich als ehemalige Lehrerin und Mama eines hochsensiblen Sohnes vor allem dem Thema Kinder und Schulalltag annehmen.

Schule als Organisationsform mit starren und zumeist alten Strukturen ist für die meisten unumgänglich.

Ich bin überzeugt davon, dass sich auch das Schulsystem (so wie alle anderen starren und leidvollen Strukturen in Zukunft verändern (müssen).

Hochsensible Kinder können hier richtungsweisend sein, indem sie aufzeigen, was unbedingt beachtet werden muss und welche Bedürfnisse unsere Gesellschaft (wieder) ernst nehmen muss.

Jetzt aber leben wir noch in einem Alltag, der bestimmt ist von Stress – zu viel, zu laut, zu intensiv, zu schnell, zu unpersönlich und vor allem zu verstandesorientiert.

Mit meinem Buch möchte ich dazu beitragen, noch ein bisschen mehr in das Thema Hochsensibilität einzutauchen, und noch ein bisschen genauer wahrzunehmen, welche komplexen Aspekte hier Beachtung brauchen. Ich zeige einfache Möglichkeiten auf, sich selbst und sein hochsensibles Kind zu unterstützen auf einem Weg, der wichtig ist, um unsere Zukunft zu gestalten.