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„Mein Leben mit PMS – was mir geholfen hat, es zu verstehen und besser damit leben zu lernen . Eine sehr persönliche Geschichte.“

Ich sag mal, es hat mit Mitte 30 begonnen. – oder ich war einfach nur soweit, mich damit auseinandersetzen zu können.
Ich war alt genug, um zu erkennen, dass das, was da regelmäßig mit mir und meinem Körper passiert einen zyklischen Ablauf hatte.
Die Schwangerschaften waren lange her, auf hormonelle Verhütungsmittel verzichtete ich seit Jahren und dass ich sehr sensibel auf meine Umwelt mit Geist und Körper reagiere wusste ich auch schon lange bevor ich den Begriff „Hochsensibilität“ das erste Mal gehört habe.

In regelmäßigen Abständen fuhren meine Gefühle und körperlichen Befindlichkeiten Achterbahn mit mir.
Die Tage vor meiner Periode brachten gefühlt den gesamten angesammelten Schmerz meines bewussten und unbewussten Lebens zum Vorschein.
Ich fühlte mich erdrückt, niedergeschlagen, hilflos, oft sehr wütend und überwältigt von alldem.
Mein Körper reagierte auf die angesammelten Emotionen mit Völlegefühl, blockierter Verdauung, Kopfschmerzen, großer Gereiztheit und Anspannung, die sich stark in den Brüsten bemerkbar machte, Bauchkrämpfen, Blähungen und Wassereinlagerungen.

Jedes Monat auf´s Neue. Und jedes Monat auf`s Neue leistete ich Widerstand.

Ich wollte das nicht fühlen. Ich wollte es nicht zulassen, dass es mir so schlecht geht.

Ich war wütend, weil ich so wütend war, wo ich doch eher ein sanftmütiger Mensch bin.

Und ich war überwältigt von all den alten Emotionen, die immer wieder in mir hochkamen, obwohl ich doch glaubte, sie bereits verarbeitet und überwunden zu haben.

Irgendwann wurde mir dann bewusst, dass es sich bei all diesen Symptomatiken um PMS (PräMenstruellesSyndrom) handelt. 3 Buchstaben, die von der Schulmedizin nicht wirklich erklärt werden konnten, von den Männern oftmals klischeehaft belächelt wurden, von vielen meiner Freundinnen (noch) nicht wahrgenommen werden konnten und von mir selbst regelmäßig verflucht wurden.

Da ich auch damals schon ein Mensch war, der sich bewusst mit Zusammenhängen auseinandersetzen und den (für mich) wichtigen Dingen auf den Grund gehen wollte, begann ich viel zu lesen und zu recherchieren.

Alles unbefriedigend.

Man könne durch Sport, vegetarische Ernährung und Entspannung die Symptome verringern stand da – das tat ich und es klappte teilweise, trotzdem nicht annähernd zufriedenstellend.

Ich wollte den Grund wissen, warum Frauen wie ich in regelmäßigen Abständen mit derartigen Symptomen leben müssen, die in der Schulmedizin als „typische Frauenleiden“ und als „schwer in den Griff zu bekommen“ galten.

Ärzte, die ich konsultierte, hörte ich immer wieder sagen: „Am besten lernt man, damit zu leben.“ oder „Dann nehmen Sie eben wieder die Pille. Die wird die aufmüpfigen Hormone wieder in den Griff bekommen.“

Oh nein. Ich wollte ja spüren. Und ich wusste, dass meine Hormone mir einen Teil von mir zeigen, den ich mit der Einnahme der Pille lediglich erneut unterdrücken und stilllegen würde.
Das habe ich zuvor jahrelang praktiziert. Je bewusster ich im Umgang mit mir selber wurde, desto weniger wollte ich das.
Ich war teilweise richtig verzweifelt, weil ich mir nicht zu helfen wusste und diese wiederkehrenden Beschwerden mir ganz viel Freude am Leben nahmen.

Lange Rede – kurzer Sinn. Ich begann vor einigen Jahren mit meiner Shiatsu Ausbildung, die mir nach und nach ganzheitliche Zusammenhänge zwischen Körper und Seele, zwischen Symptomen und Organen lehrte sowie meinen eigenen Prozess immer wieder unterstützte. Mit vielen Rückfällen und Stolpersteinen.

Meine PMS Persönlichkeit (ich nenne sie so, weil ich tatsächlich manchmal das Gefühl habe, es spaltet sich ein Teil von mir in dieser Phase ab) ist mein Schmerzkörper. Jener Teil von mir, der noch nicht frei ist von alten Verletzungen und Mustern.

Ich beobachte mich, wenn diese Schmerzen gerade besonders stark sind, ich aggressiv, aufbrausend und wütend auf meine Umwelt reagiere. Ich beobachte mich und weiß, dass viele alte Muster und Erfahrungen aus mir sprechen. Und ich kann oftmals trotzdem nicht „drüberstehn“.

Ja, manchmal ist das so. Immer noch. Auch jetzt noch nach vielen Jahren der Beschäftigung damit.

Ich bin heute nicht frei von PMS Symptomen. Ich kann sie deuten, was es mir wesentlich leichter macht, sie zu akzeptieren.

Ein paar meiner persönlichen Fakten rund ums PMS möchte ich deshalb hier teilen, damit sie vielleicht Gedankenanstöße sind, sich näher mit der einen oder anderen Sache zu beschäftigen:

  • Ich nehme in meiner zweiten Zyklushälfte vermehrt das Schüsslersalz Nr.7: Magnesium ein. Das hilft bei starker Anspannung und unangenehmen Krämpfen im Bauch.
    Ich löse 10 Stück in heißem Wasser auf und trinke es bis zu 3x täglich.
    Achtung: keinen Metalllöffel zum Umrühren verwenden!
  • Den vielgelobten Mönchspfeffer nehme ich momentan in konzentrierter Form als Tropfen ein (Vitex agnus-castus). Er hilft mir, das Spannungsgefühl in den Brüsten zu minimieren.
    Ansonsten habe ich durch die Einnahme unterschiedlichster Marken von Tabletten von Mönchspfeffer kaum oder keinen Unterschied bei der Brustspannung bemerken können.
  • Ich vermeide in der zweiten Zyklushälfte erhitzende Lebensmittel (bzw. habe ich auch kein großes Verlangen danach), da mein Körper in dieser Zeit eine starke innere Hitze entwickelt.
    Bei mir äußert sich das dann auch über die Haut und ich bemerke meine Neurodermitis gepaart mit Juckreiz vermehrt.
    Ich vermeide: Kaffee (bzw. trinke nur 1 Tasse), Fleisch, erhitzende Gewürze wie Zimt, Chilli, Zwiebel und Knoblauch (vertrage ich auch sonst gar nicht), Brot und Gebäck (liegt mir lange im Magen).
    Statt dessen esse ich vermehrt Gemüse und kühlenden Salat, trinke manchmal 1 Glas Sojamilch oder Orangensaft (vertrage ich sonst nicht so gut, in hitzigen Phasen kühlt er mich aber).
    Außerdem liebe ich in dieser Phase Avocados (kühlend!) und Frischkäse.
  • Die schwierigste Herausforderung für mich ist es, meine hochkommenden unangenehmen Gefühle auszuhalten und da sein zu lassen ohne mich zu sehr von ihnen leiten zu lassen.
    Daher hilft mir Bewegung, am meisten Laufen. Yoga ist für mich in dieser Phase nicht so gut, da ich dabei nicht so massiv das Gefühl des „Auspowerns“ wahrnehme. Genau das ist es aber, was meinem Körper hilft, sich immer wieder von negativem Ballast zu befreien.
  • Mit meinem Partner habe ich in „PMS Situationen“ ein Codewort ausgemacht, bzw. eine sehr lustige Phrase, die immer dann zum Tragen kommt, wenn ich mal wieder „neben mir stehe“, mich beobachte, aber nicht raus kann aus der Verstrickung von unangenehmen und hochkommenden Gefühlen.
    Fällt diese Phrase, muss ich schmunzeln und die Situation verliert ihre Bedrohlichkeit – klappt nicht immer, ist aber den Versuch auf jeden Fall wert 🙂
  • Zum Abschluss teile ich hier noch ein paar wesentliche Gedanken, die bei der Beschäftigung mit PMS immer wieder bei mir auftauchen:
  • Wir tragen auch genetisch (energetisch) eine Menge an Leidensdruck in uns herum. Sei es Anpassungsdruck, Unterdrückung, Schuld oder sonstige negative Aspekte vorangegangener Zeiten, die uns am Ausleben unserer ursprünglichen und angedachten Persönlichkeit hindern und blockieren. Das zeigt uns die PMS Situation deutlich.
    Wenn wir es schaffen, das bewusst wahrzunehmen und zu durchbrechen, leisten wir, denke ich, einen entscheidenden Beitrag zur Heilung.
  • Das Organ, das dem PMS zugeordnet wird, ist die Leber. Sie ist unser „Körpergedächtnis“. Das heißt, dass alle Gefühle und Emotionen (auch jene die wir nicht bewusst wahrnehmen) dort gespeichert sind.
    Die Leber leistet einen entscheidenden Beitrag zum reibungslosen Ablauf der Menstruation. PMS bedeutet „Leberstau“. Blockierte, nicht wahrgenommene und angenommene Gefühle, behindern den harmonischen Fluss und tragen zu unangenehmen Symptomen bei.
    Ich unterstütze mich immer wieder mit Shiatsu Behandlungen, die die Leber entstauen oder mit Streicheleinheiten und Massagen von meinem Partner 🙂
  • Ich glaube, dass viele Frauen durch ihre Sensibilität einen großen Pool an Weltschmerz in sich aufnehmen. In Phasen der „Dünnhäutigkeit“, also dann, wenn wir besonders bewusst wahrnehmen können (etwa in der zweiten Zyklushälfte), wird uns dieser Schmerz oft deutlich bewusst. Wir fühlen mit der Welt und oftmals ist das unerträglich.

 

Puh…ein echt komplexes Thema!!!

Ich wünsche uns allen Frauen auf dieser Welt und in dieser Zeit wieder mehr Bewusstsein für unsere Weiblichkeit, unsere Kraft zu fühlen und zu Transformieren <3

…auch für unsere Töchter und deren Töchter und…

Herzlich,
Karin

vielleicht ist der Artikel meiner lieben Kollegin Katharina Ziegelbauer dazu interessant:
Was Deine Menstruation über Dich verrät

Gastbeitrag von Autorin und “Klopftechnik Expertin für hochsensible Menschen” Monika Richrath zum Thema: Die eigene Hochsensibilität nicht aus dem Blick verlieren

Ich freue mich sehr über den Gastbeitrag von Monika Richrath. Durch ihre eigenen physischen und psychischen Erfahrungen, die sie ziemlich an ihre Grenzen brachten, hat sie es geschafft, aus konventionellen Arbeitsstrukturen auszubrechen und ihre eigene hochsensible Veranlagung anzunehmen und zu schätzen. Sie arbeitet als Coach und Trainerin für Klopfakupressur, vorrangig mit hochsensiblen Menschen.

Die eigene Hochsensibilität nicht aus dem Blick verlieren
Es erstaunt mich immer wieder, wie viele Menschen die eigene Hochsensibilität erst über die eigenen Kinder entdecken – aber ich freue mich über jedeN! Dabei ist die Erkenntnis nur der erste Schritt auf dem Weg in ein sinnvolles, erfülltes Leben. Ohne den zweiten Schritt, die Akzeptanz der eigenen Veranlagung (was durchaus auch schon mal ein paar Jahre in Anspruch nehmen kann) geht nichts (auch wenn das Wissen darum schon sehr viel Erleichterung bringen kann). Aber auch diese ist letztendlich nichts ohne den 3. Schritt, die Bereitschaft zur Umsetzung der Umgestaltung des eigenen Lebens. Davon sind häufig mehrere Menschen betroffen.
Wenn Sie Kinder haben, ist die Wahrscheinlichkeit, dass eines oder mehrere davon ebenfalls hochsensibel sind, ziemlich groß. Dies bedeutet, in Ihrem System „Familie“ gibt es mehr als einen Menschen, der sehr reiz- und stressempfindlich ist – was sich auf das ganze System auswirkt, jeden Tag und immer wieder.
Auf diesem Blog geht es zwar hauptsächlich um Kinder, aber ich möchte gerne Ihr Augenmerk auf die Tatsache lenken, dass es zu kurz gedacht ist, wenn Sie sich nur Gedanken darüber machen, wie Sie Ihr Kind am besten unterstützen können in seiner Hochsensibilität, wenn Sie sich gleichzeitig selbst dabei vernachlässigen. Kinder lernen ja durch Nachahmung und Beobachtung und kaum etwas kann Ihr Kind so stärken, wie wenn es erlebt, wie Sie mit Dingen umgehen.
Die eigene grundsätzliche Reiz- und Stressempfindlichkeit kann man natürlich nicht verändern, aber man kann einen sehr großen Einfluss nehmen auf das Stresserleben. Auslösende Stressoren lassen sich durchaus beeinflussen. Die Klopfakupressur ist hier ein wirklich probates Mittel, Glaubenssätze und Verhaltensmuster aufzulösen, die Stress erzeugen. Häufig ist es ja so, dass hochsensible Menschen aufgrund der schnellen Überforderung ein chronisch erhöhtes Stresslevel haben und sich das Gefühl einstellt „Ich komme überhaupt nicht mehr runter“. Es erscheint ziemlich logisch, dass in dieser Situation eher mit der hochsensiblen Veranlagung gehadert wird, da man sich einfach nur als ohnmächtig erlebt. Mit der Klopfakupressur können Sie dieser Ohnmacht aber etwas entgegensetzen, eine Form von Selbstermächtigung erleben, wie einfach es im Grunde genommen ist, sich selbst zu helfen. Und alles, was man dazu benötigt, sind die eigenen Hände!
Vielleicht fragen Sie sich, was Klopfakupressur eigentlich ist? Sie können sich diese Methode vorstellen wie eine Art Akupunktur, nur werden dazu keine Nadeln verwendet, sondern es werden bestimmte Punkte auf dem Körper mit den Fingern geklopft und dazu wird eine Belastung oder ein Problem formuliert. Zum Beispiel „Auch wenn ich nicht weiß, wie ich mit meiner Tochter über das Thema XY sprechen soll, liebe und akzeptiere ich mich voll und ganz.“ Beim Klopfen werden Akupunkturpunkte benutzt, die besonders eng verknüpft sind mit dem limbischen System im Gehirn, da wo unsere Erlebnisverarbeitung stattfindet. Gleichzeitig werden im Körper bestimmte Informationsbotenstoffe ausgeschüttet (z. B. Serotonin), die dafür sorgen, dass unser Herzschlag sich beruhigt, das Immunsystem reguliert wird, Angstgefühle sich verringern usw. Man fühlt sich sofort besser.
Die Klopfakupressur ist wirklich für Groß und Klein geeignet. Eine Teilnehmerin eines Seminars gab mir die folgende Rückmeldung:
„Inzwischen klopfe ich jeden Tag und wenn ich es mal vergesse ist das gaaaaaaar nicht gut, denn dann ist alles aus dem Gleichgewicht! Es ist ganz erstaunlich, wie diese Technik mein Wohlbefinden, Laune, und meine Selbstachtung und -akzeptanz und -schutz fördert!
Für mich scheint es am besten zu sein, wenn ich mittags in meinem Mittagstief klopfe, das ist fast so wie ein Mittagschlaf! Und dann muss ich am besten 4 Durchgänge machen, jeweils 2x auf beiden Seiten. Dann fühl ich mich ganz bei mir. Und das Tolle ist ja, dass ich es mit der Klopfakupressur selbst in der Hand habe, wie es mir geht – ganz ohne den Stress, irgendwo hin zu müssen, um dort Sport zum Ausgleichzwischen vielen Leuten oder sonstwas zu machen! Ich sitz einfach auf dem Sofa und klopfe 10 Minuten an mir herum und dann ist alles gut.
Nachdem ich es einige Wochen erstmal bei mir getestet hatte, habe ich jetzt auch angefangen, bei den Kindern zu klopfen und was da passiert ist noch viel erstaunlicher als bei mir selbst! Innerhalb von Sekunden schlafen die dabei manchmal ein! Bei der Großen ist das meistens schon beim 4. Klopf-Punkt – unter der Nase – und die Kleine hält krampfhaft die Augen offen, bis sie bei dann bei der 2. Runde einfach wegleiern und zuklappen… Sie akzeptieren es natürlich nicht immer, weil sie gleich raushatten, dass man davon soooo entspannt und sooooooo müde wird… Aber beide Kinder haben gemerkt, dass es ihnen dann besser geht. Es scheint auch so zu sein, dass Kinder das nicht jeden Tag brauchen – im Gegensatz zu mir (hat sich noch nicht so viel Seelenmüll angesammelt und Sorgen usw.)“

Grundsätzlich würde ich Ihnen aber eher dazu raten, die Klopfakupressur für sich anzuwenden und sie ihren Kindern beizubringen. Damit diese nicht das Gefühl haben, es wird etwas mit ihnen gemacht, sondern ebenfalls erleben können: „Hey, da gibt es etwas, das macht, das ich mich besser fühle!“ Es gibt ein ganz wunderbares Buch von Anna Haker „Paul und Flora – die geheimen Kräfte“, was Sie vielleicht als allabendliches Vorlesebuch etablieren können, dort lernen schon ganz kleine Kinder das wichtigste über die Klopftechnik und auch wie sie angewendet wird.
Etwas ältere Kinder können ruhig wie Erwachsene klopfen aber mit abgewandelten Sätzen. In meiner Praxis verwende ich häufig den Satz „Auch wenn ich Problem XY habe. bin ich cool.“ Das kommt in der Regel sehr gut an.
Was ebenfalls bei Groß und Klein sehr nützlich ist, ist das Klopfen der Notfallpunkte. Wie man das macht, zeigt dieser Clip:

Vielleicht sind Sie ja jetzt neugierig geworden und möchten mehr über die Klopfakupressur erfahren? Vom 20. bis 21. Mai bin ich mit meinem Seminar „Besser umgehen mit Hochsensibilität“ in Wien. Dabei können Sie die Klopfakupressur nicht nur von der Pike auf lernen, sondern sich mit dem Erleben der eigenen Hochsensibilität konstruktiv auseinandersetzen und sich mit anderen austauschen. Und vor allen Dingen erfahren, wie Sie die Klopfakupressur in ihrer speziellen persönlichen Situation anwenden können. Für Informationen und Anmeldung stehe ich Ihnen unter 0049 228 71 01 27 57 zur Verfügung. Dabei geht es dann aber wirklich nur um Sie – und nicht Ihre Kinder 😉

Vielleicht lernen wir uns ja kennen. Ich würde mich freuen!
Herzlichst, Ihre
Monika Richrath

Monika Richrath, Autorin des Buches „EFT Klopftechnik für Hochsensible“, arbeitet seit 2011 als Coach und Trainerin für Klopfakupressur mit hochsensiblen Menschen
Webseite EFT für hochsensible Menschen

Ich möchte mich bedanken, weil ich unendlich dankbar bin

Seit etwas mehr als einem Jahr ist in meinem Leben nichts mehr so wie vorher. Ich habe endlich – nach vielen wertvollen, anstrengenden, aufregenden, erhellenden, erschütternden und aufwühlenden Erfahrungen – meine Berufung zum Beruf machen dürfen.

*** ICH LIEBE MEINE ARBEIT AUS GANZEM HERZEN ***

Lange Zeit hätte ich mir nicht gedacht, das jemals sagen zu können. Ständig habe ich mich fehl am Platz gefühlt, war unendlich ausgelaugt und energieleer, bin durch sehr viele Tiefen gegangen, habe ihn aber immer deutlich gespürt: Den Herzensruf, der mir immer wieder den Weg ebnete, um weiter zu gehen.

Es erfüllt mich mit großer Dankbarkeit und mit viel Respekt vor dem Leben, Menschen in ihrem SO-SEIN unterstützen zu dürfen, ihnen aus eigener Erfahrung Mut machen zu können, sie abholen und ein Stück weit auf ihrem Weg begleiten zu dürfen.

Im letzten Jahr ist so viel passiert…

Ich sehe meine Aufgabe darin, Menschen zu Be – Rühren. Etwas aufzuwühlen, das schon lange schlummert, um endlich angenommen und gelebt zu werden.

Ich schätze die Gespräche mit unterschiedlichsten Menschen so sehr. Auch ich kann immer sehr viel davon mitnehmen.

Es braucht viel Vertrauen, um den Körper eines Menschen wirklich berühren und in die Tiefe vordringen zu können.

Ich durfte ein Interwiev für Ö1 geben (wird bald gesendet), werde in einem Fach Artikel auf gesund.at als „Expertin“ genannt (auch dieser erscheint bald), durfte Workshops und Seminare halten, habe mein Buch über Hochsensibilität in Alltag und Schule fertig geschrieben, das voraussichtlich Ende Februar erscheint und darf kommendes Jahr endlich auch auf der Pädagogischen Hochschule eine Fortbildung zum Thema Hochsensibilität anbieten.

Es ist mir ein so unendlich großes Anliegen, BewusstSein zu schaffen. Dadurch glaube ich, geht vieles so viel einfacher. Weg von gesellschaftlichen Norm-Vorstellungen, hin zur bewussten, achtsamen und individuellen Gestaltung unseres Lebens.

Ich bedanke mich aus ganzem Herzen bei Euch, die Ihr

…meinen Blog lest,

…mir Kommentare schreibt und Feedback gebt,

…mir Euer persönliches Vertrauen schenkt.

Das treibt mich unglaublich an, weiterzumachen und den Weg weiterzugehen.

*** DANKE DAFÜR ***

Hier ein paar Zeilen, die mir persönliche KlientInnen als Feedback weitergegeben haben:

***

Liebe Karin,

vielen vielen Dank!

Wir haben schon einige Techniken ausprobiert und S. gefallen sie gut :o). Ich bin auch entspannter seit unserem Gespräch!

***

 Sehr geehrte Fr. Abriel!

 Ich bin dabei mein eigenes Verhalten während Maxis Wutanfällen zu ändern. Mehr ICH-Botschaften und auch ihm mehr Zeit alleine geben, bis ich zu ihm gehe. Das ist ein großer Lernprozess für mich!

Ansonsten war ich heute bei meiner/unserer Therapeutin um mit ihr zu besprechen, wie wir das Bearbeiten der Altlasten die Max und mich belasten angehen.

Es liegt noch ein langer Weg vor uns. Aber es tut im Moment einfach gut, “dass das Kind einen Namen bekommen hat”. Will heißen: wir wissen jetzt was bei uns los ist. Und damit haben wir eine Basis von der Weg wir arbeiten werden. Ich bedanke mich also vielmals bei ihnen für das wertvollste Telefonat, das ich je geführt habe!

 ***

 Hallo Frau Abriel,

Vielen lieben Dank für das gute Gespräch. Habe mich sehr gut dabei gefühlt und bin mir jetzt sicher das wir soviel nicht falsch gemacht haben und kann jetzt vieles besser einordnen. Danke

 ***

 Liebe Frau Abriel,

 vielen Dank für die gute Zusammenfassung und die wertvollen Tipps. Wir werden nun versuchen, Ihre Empfehlungen umzusetzen und schauen wie’s weiterhin läuft. 

 ***

 Liebe Karin, 

 Wir haben das Gefühl, dass unser Gespräch uns sehr geholfen hat, A. (und auch oft uns selber) besser zu verstehen. Langsam scheint eine harmonischere Beziehung in unsere Familie einzukehren.

***

 Sehr geehrte Frau Abriel!

 Vielen Dank für das tolle Gespräch gestern und die Zusammenfassung mit den Tipps.

Wir werden versuchen diese bestmöglich umzusetzen.

 ***

 Liebe Frau Abriel!

 J. hat freitags sehr entspannt und ausgeglichen gewirkt. Ich habe ihn daweil nur auf den Körperarbeitsteil angesprochen und er hat gesagt, dass er seinen Körper gut spüren kann und “dass jetzt alles wieder zu ihm gehört”. 😉

Ihre Meinung finde ich sehr hilfreich und bereichernd. 

 Danke!!!

 ***

Ich über Mich – meine Nominierung für den “Liebster Award”

Die liebe Katharina Welan von “Wunderbares Wesen” hat mich vor kurzem für den Liebster Award nominiert.

liebsteraward

Jö, ich freue mich total, dass Du dabei an mich gedacht hast, Katharina! Ich schätze Deine Arbeit sehr und es war sehr interessant, deine Antworten zu lesen!

Ich habe etwas gegoogelt und herausgefunden, dass das Ziel des Liebster Award, der im Internet existiert, darin besteht, Blogs bekannter zu machen, Aufmerksamkeit auf bestimmte Themen zu lenken und die Menschen hinter den Blogs besser kennenzulernen. Außerdem soll jeder Nominierte bis zu 11 weitere Blogs nominieren – wow, das sind viele. Ja, es ist also eine Art “digitaler Kettenbrief” mit besten Absichten. Ich mache gerne mit und nominiere:

  • Anna Breitenöder. Anna ist hochsensibel und hat die Gabe, Menschen zu ihrer inneren Berufung zu begleiten indem sie unterstützt, die eigene Marke absolut authentisch aufzubauen. Mehr Infos hier.
  • Carolin Setzer. Carolin hat als ehemalige Architektin einen ganz neuen Weg eingeschlagen und die Tankstelle für Körper, Geist und Seele ins Leben gerufen. Sie unterstützt Menschen durch Mental- und Achtsamkeitstraining und bietet großartige Kinderyoga Einheiten an.
  • Diana Pimpl. Diana lebt ihre Berufung indem sie hochsensible Familien durch Beratung unterstützt, glücklich mit ihrer Sensibilität im Alltag zu leben. Mehr Infos hier.

3 großartige Frauen, die ihren Weg gehen und dabei andere unterstützen :-)!

Liebe Anna, liebe Carolin, liebe Diana, anschließend an meine Antworten auf Katharinas Fragen findet Ihr meine Fragen an Euch. Viel Spaß!

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Hier sind nun meine Antworten auf Katharinas Fragen:

Wie/Wann hast Du bemerkt, dass Du selbst hochsensibel bist?

Das war wohl so wie bei vielen anderen auch. Ich habe mich immer anders gefühlt. Eines Tages fiel mir bei Thalia das Buch “Zart besaitet” in die Hände. Der Titel hat mich sofort angesprochen und es war sehr befreiend zu lesen, dass es andere “Anders” auch gibt :-).

 

Warum hast Du Dich entschlossen, Dich selbständig zu machen?

Ich habe in ganz unterschiedlichen Systemen, öffentlichen und privaten, in unterschiedlichsten Rollen gearbeitet. Das Anpassen an die Systeme mit ihren Rahmenbedingungen hat mich immer unendlich viel Kraft gekostet. Ich habe mich in meinem SEIN immer eingeengt gefühlt.
Jetzt ist es so, dass mir meine “Arbeit” viel mehr Energie gibt als sie mir nimmt und ich liebe es :-).

 

Woher holst Du Dir die Inspiration für die Themen Deines Blogs?

Auf einmal ist ein Thema da, das ich stark fühle und ich bekomme das Bedürfnis, darüber zu schreiben. Manchmal sicher auch, weil ich gerade selbst in meinem Alltag damit konfrontiert bin.

 

Was ist Dir wichtig im Leben?

Meine Familie.
Stabilität in unterschiedlichen Lebenssituationen zu erlangen.
Meine unbändige Neugier aufs Leben zu stillen.

 

Wo/Wie kannst Du Kraft tanken?

Ich bekomme Kraft aus der Ruhe. Aus dem allein Sein, wo ich alle Antennen einfahren kann und ganz bei mir selbst bin.

 

Hast Du einen Lieblingsort und was ist so besonders daran?

Ich habe meinen Lieblingsort in Indien kennengelernt: eine Bucht auf einem einsamen Strand mit Rundumblick aufs unendliche Meer. Zu diesem Ort begebe ich mich jetzt sehr oft in Gedanken.

 

Wie wichtig ist Berührung für das Wohlbefinden?

Für mich sehr wichtig, weil sie mich erdet.
Ich glaube, dass Berührung und Verbindung ganz natürliche Quellen für Wohlbefinden und Stabilität im Leben sind.

 

Was spürst Du, wenn Du mit KlientInnen arbeitest?

Ich versuche mich vor jeder Klientin/jedem Klienten auf die Persönlichkeit einzustellen. Meist sammle ich schon vor dem Termin Informationen über die Person und das Thema, um das es geht. Beim persönlichen Termin lasse ich mich voll und ganz auf den Menschen mir gegenüber ein und begebe mich in seine Lebenswelt. Dann spüre ich klar, was meine Klientin/meinen Klienten antreibt, beschäftigt und belastet und kann aus einer Außenperspektive gezielte Unterstützung durch Beratung und Körperarbeit anbieten.

 

Was ist für Dich die schönste Eigenschaft/Fähigkeit, die Du aufgrund Deiner Hochsensibilität hast?

Das Spüren von Menschen, das Wahrnehmen von Beweggründen anderer Menschen und das Einlassen Können in andere Lebenswelten.

 

Was war der schönste Moment in Deinem Leben bisher?

Die Geburt meiner beiden Kinder:
Anna (14) – ein heißer, sommerlicher Moment
Max (12) – ein Moment tanzender Schneeflocken vor dem Fenster

 

Welchen Tipp kannst Du anderen hochsensiblen Menschen geben, die ihre Berufung noch nicht gefunden haben?

Ich weiß, dass sich die Suche nach der Berufung sehr schwierig gestalten kann. Man spürt den Ruf mit einem unglaublichen Leidensdruck und einem Kopf, der immer wieder sagt: “Das will ich nicht!!”.
Wenn es gelingt zu akzeptieren, dass man sich auf der Suche befindet und zu vertrauen, dass sich die Berufung irgendwann eröffnet und der Weg vor einem liegt, hat man viel geschafft.
Ich rate jedem hochsensiblen Menschen, sich bei diesem Prozess Unterstützung zu holen von Menschen, die die hochsensible Veranlagung und das Suchen nach der Lebensaufgabe verstehen können. Das können Freunde sein oder auch professionelle Angebote. Die Klarheit der Außenperspektive kann den Weg oft entscheidend verkürzen.

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Und hier nun meine Fragen für Anna, Diana und Carolin:

  1. Wie bist Du geworden, was Du jetzt bist?
  2. Was treibt Dich an, das zu tun, was Du jetzt machst?
  3. Wie wichtig ist Intuition für Dein Arbeiten?
  4. Wo liegen Deine persönlichen Stärken?
  5. Wo und wie kannst Du Energie tanken?
  6. Welche Menschen in Deinem Leben haben Dich gefördert?
  7. Was war die schlimmste Erfahrung in Deinem Leben bisher?
  8. Wo liegen für Dich die Herausforderungen selbständig zu arbeiten?
  9. Wie gehst Du mit Kritik um?
  10. Was hat Dich in letzter Zeit am meisten berührt?
  11. Was schätzen Deine Klientinnen besonders an Dir?

Ich freue mich schon sehr auf Eure Antworten!

Und hier die Regeln:
Beantworte die 11 Fragen, die ich dir gestellt habe.
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