Zusammen – oder doch alleine?

“Ich liebe es alleine zu sein. Meine Gedanken zu ordnen, meine Umgebung zu ordnen. Zur Ruhe zu kommen. ICH zu sein und nur MICH zu spüren.

Sobald jemand bei der Türe hereinkommt, spüre ich diese Energie um mich herum. Ich fange an, mich zu verlieren. Ich spüre den anderen Menschen oft direkt in meinem Körper und wenn ich nicht aufpasse, hüllt mich diese Energie total ein. Ich existiere durch den anderen, missachte meine Bedürfnisse, erlebe enormen Stress, wenn die Energie meines Gegenübers eine schnelle, aggressive oder laute ist.

Ich liebe es ebenso, mit meinem Partner und meiner Familie zu sein, Freunde um mich zu haben. Ich komme kaum zur Ruhe. Ich spüre alles um mich herum. Jedes Bedürfnis – und vor allem Kinder haben so viele – wird zur Herausforderung.

Und trotzdem liebe ich beide Seiten an mir. Die eine, die mich zur Ruhe kommen lässt. Die andere, die mich unendlich fordert.

Der Kampf in meinem Inneren ist zur Gewohnheit geworden, doch ich habe mich entschieden, ihn zu leben, die Herausforderung anzunehmen, anstatt mich unter eine Glasglocke zu begeben.

Solange ich mich nicht überfordere, kann ich wachsen – mir hilft es, mit meinem Umfeld über meine Veranlagung zu reden, mir Auszeiten zu gönnen und vor allem zu akzeptieren, dass “ich eben genauso bin”…trotzdem verlange ich oft noch zu viel von mir, überfordere meinen Geist und meinen Körper…

Die notwendige Balance zu finden ist eine riesige Herausforderung und ein schmaler Grat, und doch spüre ich, dass es sich lohnt, ihn zu gehen…”

 

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