Gastbeitrag von Autorin und „Klopftechnik Expertin für hochsensible Menschen“ Monika Richrath zum Thema: Die eigene Hochsensibilität nicht aus dem Blick verlieren

Ich freue mich sehr über den Gastbeitrag von Monika Richrath. Durch ihre eigenen physischen und psychischen Erfahrungen, die sie ziemlich an ihre Grenzen brachten, hat sie es geschafft, aus konventionellen Arbeitsstrukturen auszubrechen und ihre eigene hochsensible Veranlagung anzunehmen und zu schätzen. Sie arbeitet als Coach und Trainerin für Klopfakupressur, vorrangig mit hochsensiblen Menschen.

Die eigene Hochsensibilität nicht aus dem Blick verlieren
Es erstaunt mich immer wieder, wie viele Menschen die eigene Hochsensibilität erst über die eigenen Kinder entdecken – aber ich freue mich über jedeN! Dabei ist die Erkenntnis nur der erste Schritt auf dem Weg in ein sinnvolles, erfülltes Leben. Ohne den zweiten Schritt, die Akzeptanz der eigenen Veranlagung (was durchaus auch schon mal ein paar Jahre in Anspruch nehmen kann) geht nichts (auch wenn das Wissen darum schon sehr viel Erleichterung bringen kann). Aber auch diese ist letztendlich nichts ohne den 3. Schritt, die Bereitschaft zur Umsetzung der Umgestaltung des eigenen Lebens. Davon sind häufig mehrere Menschen betroffen.
Wenn Sie Kinder haben, ist die Wahrscheinlichkeit, dass eines oder mehrere davon ebenfalls hochsensibel sind, ziemlich groß. Dies bedeutet, in Ihrem System „Familie“ gibt es mehr als einen Menschen, der sehr reiz- und stressempfindlich ist – was sich auf das ganze System auswirkt, jeden Tag und immer wieder.
Auf diesem Blog geht es zwar hauptsächlich um Kinder, aber ich möchte gerne Ihr Augenmerk auf die Tatsache lenken, dass es zu kurz gedacht ist, wenn Sie sich nur Gedanken darüber machen, wie Sie Ihr Kind am besten unterstützen können in seiner Hochsensibilität, wenn Sie sich gleichzeitig selbst dabei vernachlässigen. Kinder lernen ja durch Nachahmung und Beobachtung und kaum etwas kann Ihr Kind so stärken, wie wenn es erlebt, wie Sie mit Dingen umgehen.
Die eigene grundsätzliche Reiz- und Stressempfindlichkeit kann man natürlich nicht verändern, aber man kann einen sehr großen Einfluss nehmen auf das Stresserleben. Auslösende Stressoren lassen sich durchaus beeinflussen. Die Klopfakupressur ist hier ein wirklich probates Mittel, Glaubenssätze und Verhaltensmuster aufzulösen, die Stress erzeugen. Häufig ist es ja so, dass hochsensible Menschen aufgrund der schnellen Überforderung ein chronisch erhöhtes Stresslevel haben und sich das Gefühl einstellt „Ich komme überhaupt nicht mehr runter“. Es erscheint ziemlich logisch, dass in dieser Situation eher mit der hochsensiblen Veranlagung gehadert wird, da man sich einfach nur als ohnmächtig erlebt. Mit der Klopfakupressur können Sie dieser Ohnmacht aber etwas entgegensetzen, eine Form von Selbstermächtigung erleben, wie einfach es im Grunde genommen ist, sich selbst zu helfen. Und alles, was man dazu benötigt, sind die eigenen Hände!
Vielleicht fragen Sie sich, was Klopfakupressur eigentlich ist? Sie können sich diese Methode vorstellen wie eine Art Akupunktur, nur werden dazu keine Nadeln verwendet, sondern es werden bestimmte Punkte auf dem Körper mit den Fingern geklopft und dazu wird eine Belastung oder ein Problem formuliert. Zum Beispiel „Auch wenn ich nicht weiß, wie ich mit meiner Tochter über das Thema XY sprechen soll, liebe und akzeptiere ich mich voll und ganz.“ Beim Klopfen werden Akupunkturpunkte benutzt, die besonders eng verknüpft sind mit dem limbischen System im Gehirn, da wo unsere Erlebnisverarbeitung stattfindet. Gleichzeitig werden im Körper bestimmte Informationsbotenstoffe ausgeschüttet (z. B. Serotonin), die dafür sorgen, dass unser Herzschlag sich beruhigt, das Immunsystem reguliert wird, Angstgefühle sich verringern usw. Man fühlt sich sofort besser.
Die Klopfakupressur ist wirklich für Groß und Klein geeignet. Eine Teilnehmerin eines Seminars gab mir die folgende Rückmeldung:
„Inzwischen klopfe ich jeden Tag und wenn ich es mal vergesse ist das gaaaaaaar nicht gut, denn dann ist alles aus dem Gleichgewicht! Es ist ganz erstaunlich, wie diese Technik mein Wohlbefinden, Laune, und meine Selbstachtung und -akzeptanz und -schutz fördert!
Für mich scheint es am besten zu sein, wenn ich mittags in meinem Mittagstief klopfe, das ist fast so wie ein Mittagschlaf! Und dann muss ich am besten 4 Durchgänge machen, jeweils 2x auf beiden Seiten. Dann fühl ich mich ganz bei mir. Und das Tolle ist ja, dass ich es mit der Klopfakupressur selbst in der Hand habe, wie es mir geht – ganz ohne den Stress, irgendwo hin zu müssen, um dort Sport zum Ausgleichzwischen vielen Leuten oder sonstwas zu machen! Ich sitz einfach auf dem Sofa und klopfe 10 Minuten an mir herum und dann ist alles gut.
Nachdem ich es einige Wochen erstmal bei mir getestet hatte, habe ich jetzt auch angefangen, bei den Kindern zu klopfen und was da passiert ist noch viel erstaunlicher als bei mir selbst! Innerhalb von Sekunden schlafen die dabei manchmal ein! Bei der Großen ist das meistens schon beim 4. Klopf-Punkt – unter der Nase – und die Kleine hält krampfhaft die Augen offen, bis sie bei dann bei der 2. Runde einfach wegleiern und zuklappen… Sie akzeptieren es natürlich nicht immer, weil sie gleich raushatten, dass man davon soooo entspannt und sooooooo müde wird… Aber beide Kinder haben gemerkt, dass es ihnen dann besser geht. Es scheint auch so zu sein, dass Kinder das nicht jeden Tag brauchen – im Gegensatz zu mir (hat sich noch nicht so viel Seelenmüll angesammelt und Sorgen usw.)“

Grundsätzlich würde ich Ihnen aber eher dazu raten, die Klopfakupressur für sich anzuwenden und sie ihren Kindern beizubringen. Damit diese nicht das Gefühl haben, es wird etwas mit ihnen gemacht, sondern ebenfalls erleben können: „Hey, da gibt es etwas, das macht, das ich mich besser fühle!“ Es gibt ein ganz wunderbares Buch von Anna Haker „Paul und Flora – die geheimen Kräfte“, was Sie vielleicht als allabendliches Vorlesebuch etablieren können, dort lernen schon ganz kleine Kinder das wichtigste über die Klopftechnik und auch wie sie angewendet wird.
Etwas ältere Kinder können ruhig wie Erwachsene klopfen aber mit abgewandelten Sätzen. In meiner Praxis verwende ich häufig den Satz „Auch wenn ich Problem XY habe. bin ich cool.“ Das kommt in der Regel sehr gut an.
Was ebenfalls bei Groß und Klein sehr nützlich ist, ist das Klopfen der Notfallpunkte. Wie man das macht, zeigt dieser Clip:

Vielleicht sind Sie ja jetzt neugierig geworden und möchten mehr über die Klopfakupressur erfahren? Vom 20. bis 21. Mai bin ich mit meinem Seminar „Besser umgehen mit Hochsensibilität“ in Wien. Dabei können Sie die Klopfakupressur nicht nur von der Pike auf lernen, sondern sich mit dem Erleben der eigenen Hochsensibilität konstruktiv auseinandersetzen und sich mit anderen austauschen. Und vor allen Dingen erfahren, wie Sie die Klopfakupressur in ihrer speziellen persönlichen Situation anwenden können. Für Informationen und Anmeldung stehe ich Ihnen unter 0049 228 71 01 27 57 zur Verfügung. Dabei geht es dann aber wirklich nur um Sie – und nicht Ihre Kinder 😉

Vielleicht lernen wir uns ja kennen. Ich würde mich freuen!
Herzlichst, Ihre
Monika Richrath

Monika Richrath, Autorin des Buches „EFT Klopftechnik für Hochsensible“, arbeitet seit 2011 als Coach und Trainerin für Klopfakupressur mit hochsensiblen Menschen
Webseite EFT für hochsensible Menschen

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