5 hochsensible Gedanken für ein ruhiges und schönes Weihnachtsfest

1 Woche vor Weihnachten.
Meine 14 jährige Tochter gibt sich entspannt der Vorfreude hin – trotz Matheschularbeit 😉 und ihre Gedanken konzentrieren sich momentan hauptsächlich auf das Thema „Was zieh`ich bloss am Heiligen Abend an??“
Mein 12 jähriger Sohn ist gerade die Unruhe in Person, launisch, zappelig und zerstreut. Pubertät und Hochsensibilität sind alleine für sich schon eine große Herausforderung – vor allem für hochsensible Elternteile wie mich 😉

Die Wintersonnenwende und die beginnenden Raunächte sind für mich jedes Jahr eine besondere Zeit. Ich spüre ganz deutlich den Wert, Altes loszulassen und mich Neuem zuzuwenden. Jedes Jahr versuche ich noch ein bisschen bewusster in diese Zeit hineinzugehen.

Heuer habe ich mir vorgenommen für die Zeit zwischen 24.12. und 6.1. Facebook loszulassen, dann das zerstreut immer mal wieder (und mehr als ich möchte) meine Aufmerksamkeit.

Oft wünsche ich sehr, dass meine Kinder mit mir in diese Ruhe eintauchen können (und wollen). Ich merke sehr stark wie sehr ich meine Erwartungen an anderen Menschen festmachen und dann gestresst und enttäuscht bin, wenn sie nicht eintreffen.

Ich habe mir einige Gedanken darüber gemacht, wie es gelingen kann, noch besser im Hier und Jetzt zu sein, um die Ruhe und den Frieden des Weihnachtsfestes mit (und trotz ;-)) meiner Familie und mit allem was SO IST auf der Welt, genießen zu können.

Vielleicht ist auch etwas für Dich dabei 🙂

  1. Ich versuche meine Erwartungen dahingehend zu verändern, dass ich mir bewusst mache, dass ICH es bin, die in ihrer Mitte sein muss, um die Ruhe, die ich mir wünsche, auch wahrnehmen zu können.
    Das bedeutet für mich, dass ich mich im Familientroubel immer wieder auf MICH besinne, meine Füße bewusst auf den Boden stelle und durchatme.
  2. Ich versuche bewusst, meine Grenzen wahrzunehmen. Ich neige sehr dazu, sofort in andere Menschen, deren Gefühle und Stimmungen einzutauchen. Das kann umso belastender sein, je näher mir der Mensch steht.
    Ich stelle mir dann vor meinem geistigen Auge meine Grenzen vor – bei mir ist das meistens so etwas ähnliches wie eine Seifenblase. ICH bestimme, was ich hineinlassen möchte.
  3. Ich liebe meine Familie genauso sehr wie ich manchmal mit allem und allen hadere. Weihnachten war für mich die meiste Zeit meines Lebens ein emotionaler Supergau, dem ich mich ausgesetzt gefühlt habe ohne ihn selbst steuern zu können.
    Ich versuche mir ganz bewusst zu machen, dass ICH SELBST es bin, die das Leben in jedem Augenblick „in der Hand hat“ und gestaltet. Meine Familie und mir nahestehende Menschen waren und sind große Lehrmeister. Auch wenn ich mir als spiritueller Mensch oft ein „anderes“ Weihnachten wünsche – ICH habe die Verantwortung, mit dem, was IST, bestmöglich umzugehen.
  4. Ich schaffe mir Raum, um zu verarbeiten. Das bedeutet, dass ich bewusst Zeit für`s Alleinsein einplane, um nach viel Interaktion rund um die Weihnachtsfeier wieder ganz bei mir anzukommen und loszulassen, was nicht bleiben soll.
    Der Ausblick auf meine Alleinzeit hilft mir, wenn ich mich zu sehr von meinen Wahrnehmungen und Eindrücken überrollt und beansprucht fühle.
  5. …und wenn es mich doch erwischt und ich gestresst, traurig, überrollt von Emotionen und Wahrnehmungen werde, versuche ich mir liebevolle Aufmerksamkeit zu schenken und mir zu sagen: „Du bist genau da, wo du sein sollst, mit allem, das gerade genau so sein soll, wie es ist. Stell dich auf den Boden, atme durch und gehe weiter – Schritt für Schritt.“

    *** VON HERZEN EINE SCHÖNE WEIHNACHTSZEIT ***

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